Freitag, 18. März 2016

Die Südtiroler, ein zufriedenes Völkchen

Lässt sich Glück messen - und wenn ja, woran liegt es, dass wir glücklich sind? Immer häufiger wird nicht der Wohlstand richtungsweisend, sondern das Wohlbefinden, die Zufriedenheit mit der Situation, in der wir uns privat und beruflich befinden. In dieser Hinsicht gehören die Südtiroler zu einem Volk von überwiegend glücklichen und optimistischen Menschen.

Die Südtiroler zählen sich zu den glücklichen und zufriedenen Menschen.
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Die Südtiroler zählen sich zu den glücklichen und zufriedenen Menschen. - Foto: © shutterstock

Anlässlich des internationalen Tages des Glücks am 20. März hat das Landesinstitut für Statistik (ASTAT) nämlich ein paar Daten über die Zufriedenheit der Südtiroler veröffentlicht. Im Vergleich zu den Umfragewerten im Stiefelstaat haben wir das Glück also hierzulande gepachtet. 

Auf einer Skala von 0 (überhaupt nicht zufrieden) bis 10 (sehr zufrieden) bewerten 62,8% der Südtiroler ihre Zufriedenheit mit dem eigenen Leben insgesamt mit 8 bis 10 Punkten. Dieser Anteil ist deutlich höher als der gesamtstaatliche Wert von 35,1%.

Am zufriedensten mit den Beziehungen in der Familie

Die Südtiroler sind mit den wichtigsten Aspekten des Alltagslebens allgemein sehr zufrieden. Die größte Zufriedenheit unter den erhobenen Bereichen erreichen die Beziehungen in der Familie: 95,3% der Bevölkerung sind damit zufrieden und 48,2% sehr zufrieden.

Quelle:Astat

Auf der Skala der wahrgenommenen Zufriedenheit folgen die Beziehung zu den Freunden, die Arbeit, Gesundheit, Freizeit und wirtschaftliche Situation. In vier dieser sechs Bereiche geben jeweils mehr als 90% der Südtiroler an, dass sie damit zufrieden sind.

Mit der Arbeit mehr zufrieden, als mit der Gesundheit

Der Vergleich mit den gesamtstaatlichen Werten bringt vor allem in Bezug auf die Arbeit einige interessante Ergebnisse. Während die Arbeit in Südtirol an dritter Stelle nach wahrgenommener Zufriedenheit und somit vor der Gesundheit liegt, befindet sie sich auf gesamtstaatlicher Ebene an vierter Stelle und ist 17,4 Prozentpunkte niedriger als der Südtiroler Wert.
Der größte Unterschied besteht jedoch in Bezug auf die wirtschaftliche Situation. In Südtirol sind mehr als drei Viertel der Bevölkerung mit der eigenen wirtschaftlichen Situation zufrieden, während dies auf gesamtstaatlicher Ebene nicht einmal für die Hälfte der Bevölkerung gilt. Zwischen dem Südtiroler und dem italienischen Wert liegen 29,5 Prozentpunkte.

Die Jungen blicken am zuversichtlichsten in die Zukunft

23,2% der Südtiroler schauen zuversichtlich in die Zukunft und erwarten, dass sich ihre persönliche Situation in den kommenden fünf Jahren verbessern wird. 40,7% sehen hingegen keine anstehenden Veränderungen, während 12,7% davon ausgehen, dass sich ihre Situation verschlechtern wird.

Die Analyse der Daten nach den wichtigsten soziodemografischen Merkmalen ergibt, dass der Zukunftsoptimismus stark mit dem Alter korreliert. Fast die Hälfte (49,7%) der 14- bis 17-Jährigen ist überzeugt, dass es in der Zukunft besser wird. Dieser Meinung sind auch 41,0% der 18- bis 39-Jährigen. Deutlich weniger Optimisten finden sich bei den 40- bis 64-Jährigen (18,6%).

stol

stol