Kurioses Detail am Rande: Ausgerechnet diese Gemeinde hat gegen die Einstufung als Gemeinde mit besonderer Wohnungsnot Rekurs eingelegt. Wie geht das zusammen?<BR /><BR /> Viele können sich keine Wohnung leisten, aber es gibt auch jene, für die Geld keine Rolle spielt – und die sich in Gröden umschauen. Mit 11.500 Euro/Quadratmeter liegt zentrale Lagen in Wolkenstein laut „Corriere della Sera“ auf Platz 10 der teuersten Pflaster Italiens. „Dieser Preis kommt mir eh wenig vor“, sagt Bürgermeister Roland Demetz – und hat Recht. Gängige Maklerplattformen bieten Immobilien in Gröden um bis zu 15.700 Euro/Quadratmeter an.<BR /><BR /> Rund um den Mailänder Dom sind es einem Ranking des „Corriere della Sera“ zufolge immerhin noch 15.700 Euro, in Cortina 13.800.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="849452_image" /></div> <BR /><BR /><BR /> Unter den Top 10 der teuersten Pflaster Italiens befindet sich mit Wolkenstein auch eine Südtiroler Gemeinde. Zentrale Lagen und Col da Lech werden mit 11.500 Euro pro Quadratmeter angeführt.<BR /><BR />Während Normalbürgern bei diesen Summen schwindlig wird, nimmt es der Bürgermeister Roland Demetz gelassen. 11.500 Euro kommen ihm als Quadratmeterpreis in den genannten Zonen „eh niedrig“ vor. Ein Blick in einige Südtiroler Maklerplattformen zeigt, dass er Recht hat. 70 Quadratmeter in Col da Lech werden dort um 1,1 Millionen Euro angeboten – also 15.714 Euro/Quadratmeter. Einen Steinwurf weiter gibt es um 1,1 Millionen Euro 80 Quadratmeter – also 13.780 Euro/Quadratmeter. Auch in St. Christina muss man für 100 Quadratmeter in Dursan 1,25 Millionen Euro hinblättern – also 12.500 Euro/Quadratmeter. „In Corvara wird es nicht anders sein“, so Demetz. <h3> Trotzdem keine Wohnungsnot?</h3>Kurios mutet an, dass Corvara und die Grödner Gemeinden das Dekret des Landeshauptmanns angefochten haben, mit dem sie als Gemeinden mit Wohnungsnot eingestuft wurden. Demetz aber kontert: Diese astronomischen Preise sind für freie Wohnungen ohne Bindung fällig. „Einheimische kaufen die nicht. Für sie gibt es den geförderten Wohnbau.“<BR /><BR /> Wolkenstein habe eine Zone für 40 Wohnungen ausgewiesen. Jedes Jahr wurden 6 Wohnungen gebaut. „Jetzt bringen wir sie aber aufgrund der gestiegenen Baukosten aber nicht weg“, so Demetz. Zudem verfüge das Wobi in Wolkenstein seit 10 Jahren über Baugrund, baue aber nicht. „Wahrscheinlich fehlt die Nachfrage“, so Demetz.<BR />