Dienstag, 10. Dezember 2019

„Die ,Tuifl' gehören zu uns einfach dazu“

Gerade außerhalb von Südtirol hat das Online-Video vom Krampuslauf hohe Wellen geschlagen. Die Ereignisse wurden aus Unkenntnis als Ausbruch von roher Gewalt und Rassismus missverstanden. Wie denken die Sterzinger darüber? Die „Dolomiten“ fragten nach.

Die „Tuifl“ in Sterzing haben eine jahrelange Tradition.
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Die „Tuifl“ in Sterzing haben eine jahrelange Tradition. - Foto: © Schaiter Fabian

Der Krampus ist ein Teil von Sterzing, soviel scheint klar zu sein. Seit Jahrzehnten gehören die „Tuifl“ samt Nikolaus und Mohren zum Stadtbild. Mit viel Sympathie für ihre „Tuifl“ reagieren die von den „Dolomiten“ zum Thema befragten Wipptaler.

Für Martin Girtler aus Sterzing gehören Nikolausumzüge und „Tuifl“ mit ihren Ruten zur Tradition. „Das gibt es im ganzen Alpenraum. Wir sind damit aufgewachsen, und jeder, der am 5. Dezember zum Umzug nach Sterzing kommt, weiß, was ihn erwartet.“

Niemand ziehe weiße Kleidung an und alle freuten sich auf das teuflische Treiben beim Umzug. Das „Tratzen“ der „Tuifl“ am Nachmittag gehört für Girtler dazu.

„Das Video sieht – besonders für Außenstehende – wild aus, ist aber für uns Sterzinger nichts Besonderes. Außerdem weiß jeder, dass es sich beim ,Opfer' um einen Bekannten der „Tuifl„ handelt.“

Besagtes „Opfer“ hatte am Sonntagabend auf Facebook ebenfalls betont, dass er ein großer Freund der Tradition und des Laufes ist und das Video die Tatsachen verzerrt.

gya

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