Die Ultner Bergretter hatten am Samstag ihren Vereinsausflug, einer Skitour in Richtung Hasenöhrl (Ultental), geplant. Aufgrund der für den Nachmittag angekündigten Kaltfront waren sie mittags wieder zurück. <BR /><BR />Eine Alarmierung der Landesnotrufzentrale riss sie um 13 Uhr aus ihrer Freizeitstimmung. Italienische Skitourengeher hatten einen Notruf abgesetzt, weil eine Person unterhalb der Gleckspitze auf 2580 Metern Meereshöhe unter Schwindelanfällen litt und nicht mehr weiter kam. Die Gleckspitze (2957 Meter) liegt in Innerulten oberhalb von Weißbrunn.<BR /><BR />Der Notarzthubschrauber Pelikan 1 nahm einen Bergretter auf und wollte ihn zu den in Not Geratenen fliegen, doch das Wetter war bereits zu schlecht. Starker Nebel, Schneefall und Wind ließen den Hubschrauberpiloten aufgeben.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1010438_image" /></div> <BR /><BR />Während sich alle verfügbaren Ultner Bergretter auf 2100 Metern bereit hielten, machten sich 3 an den Aufstieg zu den beiden Hilfesuchenden. Da die Koordinaten bekannt waren, versuchten sie die Skitourengeher mit GPS zu finden. „Wir stießen wirklich an unsere Grenzen“, schildert einer der 3 Bergretter. „Wir kamen in einen Schneesturm. Es gab keine Sicht. Wir mussten uns auf das GPS verlassen. Die Schneedecke war durchfeuchtet. Es herrschte Lawinengefahr.“ Den Ultner Bergrettern kam das Unglück in der Schweiz in den Sinn, bei dem Mitte März 5 Skitourengeher gestorben sind und eine weitere Person bis heute vermisst wird.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1010441_image" /></div> <BR />Immer wieder überlegten die Bergretter, aufzugeben und umzukehren. Doch das Schicksal der beiden Italiener, das in ihren Händen lag, ließ sie weiterhin das Risiko eingehen – und es hat sich gelohnt: Die 3 Bergretter erreichten schließlich die beiden Skitourengeher, die sich auf 2580 Metern eine Höhle gegraben hatten und dort ausharrten.<BR /><BR />„Sie waren schlecht ausgerüstet und hatten zu wenig Kleidung mit“, berichten die Ultner Bergretter. So mussten sie den beiden in Not Geratenen auch noch Teile ihrer Kleidung überlassen, bevor es langsam und nur mit Hilfe des GPS talwärts ging. Die Aufstiegsspur der Bergretter war längst unter Schnee begraben oder verweht.<BR />