Mittwoch, 09. September 2020

Dienstübertragung an angehenden Diakon Roman Aukenthaler

Im Rahmen einer feierlichen Vesper hat Diözesanbischof Ivo Muser am Dienstagabend in Brixen den Lektoren- und Akolythendienst an Roman Aukenthaler übertragen. Diese so genannte Dienstübertragung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Ständigen Diakonat.

Bischof Ivo Muser hat Roman Aukenthaler am Dienstagabend im Priesterseminar in Brixen den Lektoren- und Akolythendienst übertragen.
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Bischof Ivo Muser hat Roman Aukenthaler am Dienstagabend im Priesterseminar in Brixen den Lektoren- und Akolythendienst übertragen. - Foto: © Diözese Bozen-Brixen
Der 49-jährige Roman Aukenthaler aus Gasteig (Ratschings) engagiert sich seit über 10 Jahren als Lektor und Kommunionhelfer in seiner Pfarrgemeinde in Sterzing. Aukenthaler, der als Straßenwärter beim Straßendienst Eisacktal arbeitet, hat die Brixner Theologischen Kurse absolviert und bereitet sich seit 2 Jahren auf das Ständige Diakonat vor.

Übertragung von Lektorat und Akolythat

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Diakonat ist die Dienstübertragung durch den Bischof. Gestern Abend hat Diözesanbischof Muser in der Seminarkapelle des Priesterseminars in Brixen Roman Aukenthaler das Lektorat und das Akolythat übertragen. Die Beauftragung zum Dienst des Lektors erinnert die Kandidaten an ihren zukünftigen Verkündigungsdienst; die Beauftragung mit dem Dienst des Akolythen unterstreicht die besondere Verantwortung für die Eucharistie.

Der Begriff Akolyth stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Begleiter“ oder „Gefolgsmann“. Per Definition ist ein Akolyth ein Laie, der dazu bestellt ist, einen liturgischen Dienst auszuüben. Im Bedarfsfall hilft er bei der Spendung der Kommunion, verrichtet den Altardienst oder nimmt die Aussetzung des Allerheiligsten zur Verehrung durch die Gläubigen vor.

„Kirche unter dem Wort Gottes“

„Der Dienst des Lektors erinnert uns daran, dass wir Kirche unter dem Wort Gottes sind. Es ist ein Wort, das aufrichtet und tröstet; ein Wort, das uns herausfordert und oft auch in Frage stellt; ein Wort, das uns nicht nach dem Mund redet; ein Wort, das uns oft auch unruhig macht und das uns einen Spiegel vor Augen hält. Lieber Roman, ich wünsche dir, dass du ein Hörer des Wortes sein kannst. Wer das Wort Gottes anderen vorträgt, muss zuerst selber auf dieses Wort hören“, sagte Bischof Muser zu Aukenthaler.


Mit der Dienstübertragung ist Roman Aukenthaler berechtigt, das Wort Gottes in der Liturgie zu verkünden, eigenständig Wortgottesfeiern zu leiten, die Kommunion in der Eucharistie auszuteilen und sie den Kranken zu bringen.

stol

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