Dienstag, 11. Januar 2022

Diese 5 Regionen könnten bald orange Zonen werden

Für 5 Regionen in Italien besteht die Gefahr, dass sie mit Freitag als orange eingestuft werden. Dort wurde eine über 20-prozentige Auslastung der Intensivstationen festgestellt. Außerdem betreffen dort 30 Prozent der Krankenhauseinweisungen allein Covid-Patienten. 4 Regionen wurden bereits mit Sonntag als gelb klassifiziert: Emilia Romagna, Toskana, Abruzzen und Aosta – zusätzlich zu den bisherigen 10.

Die Infektionszahlen schnellen überall in die Höhe: Das schlägt sich auch in der Zonen-Einstufung nieder. - Foto: © shutterstock

Die zulässigen Höchstgrenzen für die Bettenbelegung wurden im Piemont bereits überschritten: Die Intensivstationen sind zu 22 Prozent und die Normalstationen zu 32 Prozent ausgelastet. Ligurien hingegen liegt bei der Intensivpflege mit 20 Prozent an der Grenze, während die normalen Krankenstationen zu 39 Prozent belegt sind. Sollte die Zahl der Patienten in den nächsten Tagen weiter ansteigen, ist auch Kalabrien gefährdet, das zwar bei der Belegung der Intensivstationen noch etwas unter dem Kennwert liegt (Belegungsrate von 18 Prozent), aber mit 36 Prozent jenen für die Normalstationen deutlich überschritten hat. Auch Aosta ist gefährdet: Dort wurde eine Rekordpositivitätsrate von 54,5 Prozent verzeichnet, die Intensivstationen sind zu 18 Prozent gefüllt und die Covid-Krankenhauseinweisungen machen 46 Prozent aus. Auch Friaul-Julisch-Venetien ist mit 23 Prozent intensivmedizinischen und 28 Prozent normalen Krankenhausaufenthalten besonders gefährdet.

3 Regionen in der Schwebe

Nun ein Blick zu den großen Regionen: In der Lombardei sind 16 Prozent der Intensivstationen und 29 Prozent der Betten in nicht-kritischen Bereichen belegt. Damit liegt auch diese Region nahe am Schwellenwert. Latium hat mit 21 und 24 Prozent den Grenzwert bereits überschritten. Die Krankenhäuser in Kampanien sind zu 11 bzw. 25 Prozent ausgelastet.

Auf staatlicher Ebene liegt die Belegung in der Intensivstationen nach Angaben von Agenas wie berichtet bei 17 Prozent. Sie ist damit im Vergleich zum Vortag stabil; die Normalstationen sind zu 26 Prozent ausgelastet (plus 2 Prozent zum Vortag). Unter den Regionen hat die Lombardei den größten Zuwachs (17.581), gefolgt von der Emilia Romagna (14.194) und Kampanien (13.107).

Die Aussichten sind nicht rosig, die Kurve steigt weiter an, wenn auch langsamer, so dass nach Ansicht einiger Experten innerhalb einer Woche überall in Italien die Schwellenwerte für den Eintritt in die orangefarbene Zone überschritten sein könnten.

Einige Regionen noch weiß

Einige Regionen sind in dieser Woche noch weiße Zonen: Umbrien, Molise, Apulien, Sardinien, Basilikata und Kampanien. In den beiden letztgenannten ist die Gefahr groß, dass sie ab dem 17. Jänner gelb werden.

3 Parameter bestimmen die Veränderung der Farbeinstufung: die Inzidenz, die Belegung der Betten der Normalstationen und die Belegung der Intensivstationen. Damit eine Region gelb wird, müssen 3 Schwellenwerte gleichzeitig überschritten werden: 50 Fälle pro 100.000 Einwohner (dieser Schwellenwert ist bereits in allen Regionen überschritten); 15 Prozent Auslastung der Normalstationen und 10 Prozent in der Intensivpflege.

stol

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