13 italienische Staatsangehörige befinden sich in Krankenhäusern. Darunter sind eine 16-Jährige, die in Zürich im Koma liegt, sowie zwei 16-Jährige und eine 30-jährige Frau, deren schwere Verletzungen im Niguarda-Krankenhaus in Mailand behandelt werden. Alle erlitten demnach Verbrennungen von rund 40 Prozent der Körperoberfläche. <BR /><BR />Im Kongresszentrum Regent in Crans-Montana sind die Familien der Vermisste zusammengekommen. Unter ihnen befinden sich die Eltern der 16-jährigen Chiara Costanzo aus Mailand. Sie hoffen, dass die Jugendliche zu den bislang nicht identifizierten Verletzten gehöre. <BR /><BR />Carla Massiello, die Mutter des 16-jährigen Giovanni Tamburi aus Bologna, bat um Unterstützung bei der Suche nach ihrem Sohn. Nach Angaben eines Freundes seien beide gemeinsam aus dem Lokal geflohen, später habe man sich jedoch aus den Augen verloren. Tamburis Mobiltelefon sei stumm. Die Mutter wies darauf hin, dass ihr Sohn eine goldene Kette mit einem Marienbild um den Hals trage.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1256523_image" /></div> <BR /><BR />Weiterhin gesucht wird der 17-jährige Emanuele Galeppini, geboren in Genua. Sein Vater erklärte, er sei sicher, dass sein Sohn sich zum Zeitpunkt der Explosion in der Bar „Le Constellation“ aufgehalten habe. Der letzte Kontakt zur Familie habe kurz nach Mitternacht stattgefunden.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1256631_image" /></div> <BR /><BR />Zu den weiteren italienischen Vermissten zählen der 16-jährige Achille Barosi, der ebenfalls 16-jährige Riccardo Minghetti sowie Giuliano Biasini, dessen Alter bislang nicht bekannt ist. Die Liste der Vermissten wurde zuletzt mehrfach aktualisiert, nachdem Angehörige die italienischen Behörden über aufgefundene Personen informiert hatten.<BR /><BR />Unter den Verletzten befindet sich auch der 16-jährige Schüler philippinischere Herkunft Kian Kaiser Talingdan aus Mailand. Nach Angaben von Angehörigen war er gemeinsam mit Schulfreunden zum Jahreswechsel in den Ort gereist. Er und seine Mitschülerin Francesca Nota erlitten schwere Verbrennungen und werden intensivmedizinisch behandelt. Während Nota zunächst in ein Krankenhaus vor Ort und später nach Zürich gebracht wurde, war der genaue Aufenthaltsort Talingdans zwischenzeitlich unklar. Es wurde vermutet, dass er in ein spezialisiertes Zentrum außerhalb der Schweiz verlegt worden sein könnte.<BR /><BR />Nach Angaben des italienischen Außenministeriums halten sich während der Feiertage mehrere Tausend Italiener in Crans-Montana auf. Zahlreiche Anrufe bei der Botschaft seien auch darauf zurückzuführen gewesen, dass Personen nach der Silvesternacht vorübergehend nicht erreichbar waren.<BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/bildergalerie-der-schock-sitzt-tief-in-crans-montana" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier die Bilder aus Crans-Montana.</a><BR /><BR />Nach der Tragödie hat sich der italienische Zivilschutz eingeschaltet und den Schweizer Behörden Unterstützung angeboten. Nach Angaben des Zivilschutzes wurden neben Experten der Bergrettung und medizinischem Personal aus dem Aostatal auch die nationale Koordinierungsstelle für medizinische Rettungseinsätze (Cross) aktiviert, um den Transport von Verletzten in italienische Krankenhäuser zu organisieren. Zivilschutzchef Fabio Ciciliano dankte den Behörden und Gesundheitsdiensten der Regionen Aostatal, Piemont und Lombardei für ihre schnelle Hilfe. <BR /><BR />Der Club „Le Constellation“ sei bei Italienern sehr beliebt gewesen, berichtet der italienische Saisonarbeiter Battista Medde aus Oliena auf Sardinien. Viele Italiener hätten das Lokal besucht, da es lange geöffnet gewesen sei und ausreichend Platz geboten habe. Er selbst habe ursprünglich dorthin gehen wollen, habe sich dann jedoch wegen des Eintrittspreises für ein anderes Lokal entschieden.