Es wurde in den vergangenen Wochen viel vom PNRR berichtet. Es ist dies der EU-Wiederaufbaufonds, der viele Millionen Euro an Förderungen auch für die Südtiroler Gemeinden vorsieht. <BR /><BR /><BR /><BR />Auch die Stilfser wollen aus dem Vollen schöpfen und den prall gefüllten EU-Förderfonds nutzen, der die Südtiroler Gemeinden seit Monaten lockt. Eine Arbeitsgruppe hat eine Reihe von Ideen gebündelt, Bürgermeister Franz Heinisch, sein Vize Armin Angerer und Ratsmitglied Roland Angerer gehören zu jenen, die sich den Kopf zerbrechen, wie man Stilfs attraktiver machen könnte. „Stelvio-Raccontare la resilienza“ nennt sich das Konzept – der Titel ist gleichzeitig der Hinweis darauf, dass die Stilfser immer schon flexibel sein mussten bei der Bewältigung des Alltags. Es hat immer schon Höhen und Tiefen gegeben in der Stilfser Geschichte, in den vergangenen Jahren erlebte man bevölkerungstechnisch gesehen eher ein Tief.<h3> Die richtige Idee im richtigen Moment</h3>Man will die Attraktivität der Ortschaft steigern und hat eine ganze Palette von Ideen aus dem Hut gezaubert, die bereits seit Jahren diskutiert und vorbereitet wurden, deren Finanzierung aber bisher stets scheiterte. Mit den Fördermillionen soll das jetzt anders werden; es gebe viel Potenzial für die wirtschaftliche, aber auch kulturell-soziale Entwicklung. Stilfs will also Gas geben: Mobilitätszentrum, Schaffung von günstigem Wohnraum und Garagen, Bewässerungsprojekt, Brunnenkonzept, Versetzung der Stromleitung, Ausweitung der Carnicabiene-Schutzzone, Umbau eines Fachwerkhauses, interaktiver Informations- und Kulturparcours, Spielmöglichkeiten und, und, und... die Arbeitsgruppe hat sich sehr ins Zeug gelegt und hat sich bereits grundsätzliche Unterstützung von Organisationen, Vereinen, Verbänden ect. vor Ort, aber auch landesweit gesichert.<h3> Den schleichenden Niedergang aufhalten</h3>„Wir glauben, dass Stilfs auf dieses Programm regelrecht gewartet hat“, sagt Roland Angerer, der in der Ortschaft seit langem als eine Art kultureller Tausendsassa aktiv ist. Stilfs brauche diese Förderungen, anders sei der schleichende Niedergang nicht aufzuhalten. Das Land könne im übrigen jetzt zeigen, wie ernst es die vielen Lippenbekenntnisse zur Aufwertung der Berggebiete nehme, sagt er offen heraus.<BR />In wenigen Wochen wird sich zeigen, ob die Rechnung der Stilfser aufgeht. Sie haben starke Konkurrenz im Land, auch andere wollen die 20 Millionen abholen und auch andere glauben, dass ihr Projekt das Beste ist. Aber die Stilfser sind zuversichtlich, dass sie das Rennen am Ende gewinnen werden.<BR />