Offenbar verstanden die beiden Nachtschwärmer in der Nacht zum Sonntag eine im Zentrum abgestellte Hebebühne als Einladung für eine Spritztour. Die Männer nahmen das Gerät in Betrieb und fuhren offenbar durch die Maria-Theresien-Straße. Gegen 2.30 Uhr erfuhr auch die Polizei vom Duo, das laut Anzeige mit einer „Baumaschine“ unterwegs war.<BR /><BR />Als die Beamten in der Maria-Theresien-Straße eintrafen, war die Spritztour offenkundig bereits beendet. Denn das Spezialfahrzeug ließ sich nicht mehr steuern – die beiden Männer saßen auf der Hebebühne in etwa 15 Metern Höhe fest. Da konnte nur noch die Innsbrucker Berufsfeuerwehr helfen. Mit der Drehleiter befreiten die Einsatzkräfte die beiden Nachtschwärmer vor zahlreichen Zuschauern aus dem luftigen Gefängnis und setzten sie wohlbehalten am Boden ab.<h3> Männer müssen für Bergung von Hebebühne zahlen</h3>Die Berufsfeuerwehr kündigt nach der aufsehenerregenden Aktion am Wochenende in der Innsbrucker Innenstadt an, den Verantwortlichen ihre Rettung in Rechnung zu stellen. <BR /><BR />Und dafür gibt es gleich mehrere Gründe. „Da die Burschen das Fahrzeug mutwillig in Betrieb genommen haben, bleibt uns nichts anders übrig, als unser Ausrücken in Rechnung zu stellen“, sagt Helmut Hager, Kommandant der Berufsfeuerwehr. „Den beiden war es noch dazu möglich, abzuschätzen, dass der Ausflug einige Risiken mit sich bringt.“<h3> Bergung kostet mehr als 1000 Euro</h3>Ob jemand einen Einsatz bezahlen muss oder nicht, werde „immer genau geprüft, bei jedem einzelnen Fall“. Den Männern dürfte die Rettung am Wochenende laut dem Kommandanten der Berufsfeuerwehr etwas mehr als 1000 Euro kosten. „Das war insgesamt nicht die schlaueste Aktion“, meint er. „Auch, weil sie bei uns Einsatzkräfte gebunden hat, die wir woanders hätten brauchen können.“<BR /><BR />Außerdem werden die Lenker der Hebebühne zudem angezeigt, weil sie das Fahrzeug unbefugt starteten. Nach Auskunft der Polizei waren die beiden außerdem betrunken. Das Gerät hatten die Alkoholisierten aus einem versperrten Raum entwendet, der Zündschlüssel lag dort einfach frei herum.<h3> Zu schräg für das Arbeitsgerät</h3>Inzwischen wurde auch bekannt, warum sich die Hebebühne im ungünstigsten Moment, als sich die Männer in etwa 15 Metern Höhe befanden, nicht mehr steuern ließ. „Das Gerät hat einen Sensor, der die Schräglage misst“, erklärt ein Polizist: „Aus Sicherheitsgründen, weil die Hebebühne mit dem ausgefahrenen Arm leicht umstürzen kann.“ Um das zu verhindern, schaltet sich das Fahrzeug ab einem gewissen Neigungswinkel ab. Die Aktion war also zu schräg für das Arbeitsgerät.<BR />