Seit mehreren Jahren wird in den Gewässern um den Kalterer See eine massive Zunahme des Roten Amerikanischen Sumpfkrebses (Procambarus clarkii) festgestellt. Diese Süßwasserkrebse werden seit 2017 unter ständiger Beobachtung gehalten – damals wurden sie erstmals im Zuge einer Bestandserhebung der Fischpopulation im Unterlauf des Trudner Bachs nachgewiesen. <BR /><BR />Inzwischen hat sich der Rote Amerikanische Sumpfkrebs so erfolgreich ausgebreitet, dass er weltweit zu den problematischen, gebietsfremden Arten zählt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1058421_image" /></div> <BR /><BR />Es ist leicht, ihn zu identifizieren: Der Rote Amerikanische Sumpfkrebs kann eine Länge von bis zu 15 Zentimeter erreichen. Durch seinen bedornten, dunkelrot gefärbten Körper mit hellroten Dornen an den Scheren kann er von anderen Krebsarten unterschieden werden. Durch die hohen Bestandsdichten und das gefräßige Verhalten sind erhebliche ökologische Auswirkungen auf die heimische Fauna, Flora und Gewässerlebensräume zu befürchten. Die Ausbreitung erfolgt nicht nur im Wasser selbst, sondern auch über Landgänge, bei denen Hindernisse überwunden und neue Gewässer besiedelt werden.<BR /><BR />Im Zuge der Bauarbeiten zur Errichtung des neuen Recyclinghofes in Kurtinig wurde der Rote Amerikanische Sumpfkrebs im angrenzenden Biotop festgestellt. „Daraufhin habe ich sofort die Forstbehörde von Neumarkt informiert“, berichtet Bürgermeister Manfred Mayr.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1058424_image" /></div> <BR /><BR />Gemäß den Bestimmungen der EU-Verordnung 1143/2014 sowie des gesetzesvertretenden Dekretes 230/2017 („gebietsfremde, invasive Arten von unionsweiter Bedeutung“) wurden nun in Zusammenarbeit zwischen der Forststation Neumarkt und dem Amt für Wildtiermanagement Maßnahmen zur Feststellung des aktuellen Verbreitungsgebietes und der Eindämmung des Roten Amerikanischen Sumpfkrebses in der Gemeinde Kurtinig umgesetzt.<h3> Invasive Art nachgewiesen</h3>Die Kontrollen betrafen die Gewässer Eisenbahngraben und das Biotop Feuchtgebiet Raut in der Gemeinde Kurtinig, wobei die invasive Art in beiden Gewässern nachgewiesen wurde.<BR /><BR />Dabei wurden 5 Reusen ausgelegt, davon 2 im Eisenbahngraben oberhalb des Recyclinghofes und 3 im Biotop Raut. Als Köder wurden Sardellen verwendet. Bei der ersten Kontrolle befanden sich 10 Rote Amerikanische Sumpfkrebse in den Reusen. Bei der zweiten Kontrolle konnten 5 weitere Krebse nachgewiesen und sofort vernichtet wurden.<BR /><BR /> Bürgermeister Manfred Mayr dankte der Forststation Neumarkt und dem Amt für Wildtiermanagement, besonders Andrea Buffa und Alberto Palmarin, für die schnelle Intervention. „Die rasche und effektive Zusammenarbeit ist entscheidend, um die Ausbreitung dieser invasiven Art einzudämmen und unsere heimischen Ökosysteme zu schützen“, sagt Bürgermeister Mayr