Mittwoch, 11. Mai 2016

Diskussion: 40 Migranten ziehen nach Innichen

„Millionen Menschen sind auf der Flucht, weil sie keinen anderen Ausweg mehr sehen“, sagt Landesrätin Martha Stocker und blickt in den Saal im Innichner Josef-Resch-Haus. Kein Platz ist mehr frei, einige Innichner stehen. Sie wollen wissen, was auf sie zukommt.

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Archivbild - Foto: © LaPresse

In einem Gebäude der alten Drususkaserne sollen bekanntlich 40 Asylbewerber aufgenommen werden. Dass Innichen als dritter Ort im Pustertal Flüchtlinge beherbergen soll, hat viele Innichner überrascht, auch Bürgermeisterin Rosmarie Burgmann. Doch sie weiß: „In einem offenen, freien, zukunftsorientierten Europa können wir uns vor Flüchtlingen nicht verschließen. Hinter jedem von ihnen steckt eine Geschichte, ein Schicksal, ein Mensch. Das dürfen wir nie vergessen.“ Gleichzeitig will sie mit transparenten Informationen den Sorgen, Ängsten und Unsicherheiten der Bürger entgegenwirken.

Mittlerweile leben knapp 1200 Flüchtlinge in Südtirol, 62 davon im Pustertal. Weitere 153 Asylbewerber sollen noch dazukommen. Die ersten 40 davon sollen in Innichen eine Bleibe finden. Dort bleiben sie, bis staatliche Kommissionen das Asylverfahren abgeschlossen haben. 15 bis 20 Monate warten die Asylbewerber auf die Entscheidung.

lp/D

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Einen ausführlichen Bericht zum Diskussionsabend in Innichen lesen Sie in der Mittwoch-Ausgabe des Tagblatts „Dolomiten“.

stol