„So einfach können sich die Oppositionsparteien und die Grüne Bürgerliste im Brixner Gemeinderat nicht aus der Affäre ziehen“, so Manuel Conci, Sprecher des Bürgerkomitees PRO Seilbahn Brixen. „Wenn es nun leider keine Volksabstimmung zur Seilbahnverbindung Brixen-St. Andrä geben wird, so sind ohne Zweifel diese Parteien dafür voll verantwortlich“. Das Gegenkomitee proALTvor und der Verein heimat Brixen haben in einer Presseaussendung die Ablehnung der Volksabstimmung durch die Grüne Bürgerliste und durch die Opposition begrüßt, was Conci scharf kritisiert. „Es ist nicht nachvollziehbar“, so auch Markus Huber von PRO Seilbahn Brixen, „dass ein Bürgerkomitee sich dagegen ausspricht, die Bevölkerung über ein Projekt entscheiden zu lassen und sogar jenen Parteien applaudiert, die die Volksabstimmung verhindert haben“. Das Gegenkomitee der Überflogenen und die Grüne Bürgerliste wollten offensichtlich eine Volksabstimmung nur dann, wenn sie glaubten, dass das Ergebnis in ihrem Sinne ausgehe. „Das zeugt von einem diskutablen Demokratieverständnis, unterstreicht Luigi Scaggiante, ebenso Sprecher von PRO Seilbahn Brixen. Brixens Bürgermeister Albert Pürgstaller hatte vor wenigen Tagen einen letzten Versuch gestartet, eine Volksabstimmung über den Gemeinderat zu initiieren.Die SVP und der PD hatten sich in einer Sitzung der Fraktionssprecher dafür ausgesprochen, alle anderen Parteien im Gemeinderat waren dagegen. Dass proALTvor der Stadtverwaltung in der Fragestellung zur Volksabstimmung sogar „erpresserisches Potential“ sehe, bezeichnet Manuel Conci als „geradezu absurd und von einer fragwürdigen Einstellung zu den Regeln der direkten Demokratie“. Die Gemeindeverwaltung habe gemeinsam mit den Technikern des Landes in akribischer und verantwortungsvoller Weise die verschiedenen Standortmöglichkeiten überprüft und sei am Ende dieses langen Prozesses zu einem klaren Ergebnis gekommen. Das Ergebnis sei in der Folge in allen Details der Bevölkerung präsentiert worden; jetzt wolle die SVP die Entscheidung über die Realisierung des Projekts den Brixnern überlassen, und auch das Komitee PRO Seilbahn Brixen habe sich immer für eine schnelle Volksabstimmung ausgesprochen. „Das ist nun bewusst verhindert worden“, sagt Huber, „offenbar hatte man Angst vor dem Ergebnis“. Im Namen der über 1.750 Mitglieder von PRO Seilbahn Brixen wünsche man sich nun eine schnelle Realisierung, so Manuel Conci. „Die Signale aus Bozen stimmen uns zuversichtlich“, sagt Scaggiante. Brixen brauche diese Seilbahnverbindung zur Ankurbelung der Wirtschaft und zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen.