Montag, 2. Mai 2022

DNA-Probe bestätigt Wolfsverdacht in Osttirol: Raubtier kam über die Grenze

Eine genetische Untersuchung hat am Montag einen bereits vom Amtstierarzt geäußerten Wolfsverdacht in Anras (Bezirk Lienz) bestätigt. Es handle sich dabei um einen Wolf aus der italienischen Quellpopulation, gab das Land in einer Aussendung bekannt. 2 tote und 11 verletzte Schafe waren am Sonntag vor einer Woche frühmorgens auf einer Heimweide im Gemeindegebiet von Anras aufgefunden worden. Aktuell gebe es keine weiteren Hinweise auf Wolfpräsenz in Osttirol, hieß es.

Auch in Osttirol geht der Wolf um. - Foto: © shutterstock

Wolfsabweisende Elektrozäune auf Heimweiden wurden aber – aufgrund der allgemeinen Präsenz von Großraubtieren – dringend empfohlen.

Die Weide, auf der die toten Schafe gefunden wurden, liegt in der Talebene mitten im Siedlungsgebiet von Mittewald, einem Dorf im Osttiroler Pustertal. Der betroffene Schafbauer Josef Mair zeigte sich gegenüber der „Tiroler Tageszeitung“ entsetzt: Er habe so nahe am Siedlungsgebiet niemals mit einem Wolfsangriff gerechnet. An der Nordseite begrenze ein steiles Waldstück die Fläche, im Westen Wohnhäuser. Die Volksschule und der Kindergarten sowie ein neuer Supermarkt befänden sich in unmittelbarer Nachbarschaft der betroffenen Weide.

apa/stol

Kommentare
Kommentar verfassen
Bitte melden Sie sich an um einen Kommentar zu schreiben
senden