Dabei ist das Land jetzt schon auf 50.000 Euro für das Register sitzen geblieben: Wohl aufgrund des ständigen Hin und Her haben 1.000 Hundebesitzer die Laboranalyse nicht mehr bezahlt.<BR /><BR />Am Montag sind die fünf Regierungsparteien einberufen, um in der Posse um den Hundekot auf einen Nenner zu kommen. „Wir müssen uns im Hinblick auf den Gesetzesentwurf von Andreas Colli positionieren“, so Landeshauptmann Kompatscher. Dieser wird voraussichtlich am Mittwoch behandelt und sieht vor, die DNA-Pflicht für Hunde abzuschaffen. „Wem ein Hundehaufen zuzuordnen ist, lässt sich nicht klar ermitteln. Es genügt, dass ein anderer Hund hinpinkelt, und alles ist kontaminiert“, so Colli. Nicht erfasst würden zudem keine Touristen-Hunde.<BR /><BR /> Die Opposition dürfte geschlossen hinter Colli stehen, die Mehrheit ist schwach aufgestellt. Krankheitsbedingt fehlt Anna Scarafoni, weshalb es im Landtag 17:17 steht. Landesrätin Mair hat das DNA-Register als Fehlgriff bezeichnet, der aus der Welt zu schaffen sei. Marco Galateo und Christian Bianchi fordern einen Aufschub, damit 27.000 Hundehalter, die ihren Vierbeiner nicht getestet haben, ab Jänner keine Strafen von 280 bis 1.040 Euro berappen müssen.<h3> „Das Problem sind jene 13.000, die getestet haben“</h3>„Die hatten für den Test fünf Jahre Zeit. Das Problem sind jene 13.000, die dem Gesetzgeber brav folgten und getestet haben. Sie wären die Deppen, wenn wir das Gesetz abschaffen“, sagt Ex-Landesrat Arnold Schuler. Das Geld zurückerstatten, sei schwierig. Viele fänden Belege nicht mehr. Gibt man ihnen zu viel zurück, drohe gar der Rechnungshof.<BR /><BR />Ganz so brav, wie es Schuler darstellt, waren allerdings nicht alle. Schon ist das Land auf 50.000 Euro an Kosten für das umstrittene Register sitzen geblieben. Rund 1.000 Hundehalter haben laut Landestierarzt Paolo Zambotto bei privaten Tierärzten zwar den DNA-Abstrich absolviert, aber die Rechnung für die Laboranalyse beim Institut für Tierseuchenbekämpfung nicht beglichen, die jetzt eingetrieben werden müssen.<BR /><BR />Südtirols Gemeinden fordern endlich klare Ansagen. „Entweder man schafft das DNA-Gesetz ab und erstattet jenen, die getestet haben, zumindest die Kosten bei Landeseinrichtungen von 65 Euro zurück, oder man bleibt dabei und gewährt einen Aufschub der Strafen – allerdings verbunden mit der eisernen Linie, dass ab 2027 wirklich gestraft wird“, so Dominik Oberstaller.