Mittwoch, 22. November 2017

Doch mehr Personal für die Notrufzentrale

Für ein bisschen Verwirrung hat die Meldung vom Mittwoch gesorgt, wonach die Landesregierung für die Landesnotrufzentrale 4 weitere Stellen genehmigt habe. STOL hatte am Donnerstag Vormittag berichtet, dass dies nicht stimme und dass sich am Personalstand in der Zentrale des 112 gar nichts ändern werde. Nun stellt der Sanitätsbetrieb klar, dass tatsächlich 4 weitere Stellen genehmigt wurden.

Insgesamt 21 Personen sollen sich laut der nunmehrigen Genehmigung der Landesregierung in der Notrufzentrale um den neuen 112er-Dienst kümmern.
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Insgesamt 21 Personen sollen sich laut der nunmehrigen Genehmigung der Landesregierung in der Notrufzentrale um den neuen 112er-Dienst kümmern.

Die einheitliche Notrufnummer 112 hatte keinen leichten Start. Nach der verzögerten Umsetzung ist sie nun aktiv, doch noch immer nicht jedermanns Freund. So zumindest belegen es Einzelfälle, in denen es letzthin darum ging, ob es durch die neue Schiene zu Verzögerungen in der Alarmierung gekommen sei. Auch das Tagblatt "Dolomiten" hatte darüber berichtet. 

Um so besser lesen sich die Zeilen, die am Mittwoch aus dem Landespresseamt unter dem Tenor „mehr Personal“ an die Öffentlichkeit gingen. Darin zu lesen stand unter anderem: Darüber hinaus hat die Landesregierung den Sanitätsbetrieb auch dazu ermächtigt, weitere vier Stellen für die Notrufzentrale 112 zu schaffen, auch diese befristet bis zum 31.12.2020. „Die Einführung der neuen einheitlichen Notrufnummer hat gut geklappt. Damit die Stelle aber rund um die Uhr effizient arbeiten kann, braucht es mehr Personal“, so Landesrätin Martha Stocker.

21 Stellen waren geplant und 21 Stellen werden es

Um Näheres über die Meldung vom Vortag zu erfahren, hat sich STOL am Donnerstag in der Landesnotrufzentrale, die über den Sanitätsbetrieb läuft, umgehört. „Vorgesehen sind 21 Personen“, erklärt Oberpfleger Dr. Paolo Berenzi, Koordinator der Landesnotrufzentrale auf Nachfrage von STOL. Das war so und es bleibt so. Fakt aber ist: Derzeit sind nur 16 Stellen besetzt. Was in der Notrufzentrale zu Engpässen führt.

Der Sanitätsbetrieb erklärt die Sachlage bzw. die Unterschiede in der Personalanzahl folgendermaßen: Es stimmt, dass 21 Stellen geplant waren. Allerdings wurden zunächst nur 15 genehmigt und zu einem späteren Zeitpunkt weitere zwei. Laut der am Mittwoch bekannt gewordenen Entscheidung kommen nun noch die fehlenden vier hinzu.   

Oberpfleger Dr. Berenzi zeigte sich zuversichtlich, dass nun die freien Stellen besetzt werden können. 2 bereits Anfang Dezember, 2 Mitte des Monats und die letzte im Anschluss daran. Im neuen Jahr sollen also, wie geplant, 21 Mitarbeiter für die neue 112 im Einsatz sein. 

Ab 23 Uhr zu zweit im Einsatz

Wie viele Mitarbeiter dann täglich in der Zentrale Dienst tun, ist abhängig von der Tageszeit. „Zu den Stoßzeiten von 10 bis 17 Uhr sind 5 Stellen besetzt“, so der Koordinator. Denn in der Zeit würde statistisch am meisten passieren. Bis 23 Uhr sind die Mitarbeiter dann zu dritt. „Ab 23 Uhr bis 7 Uhr in der Früh sind 2 Stellen besetzt“, erklärt Dr. Berenzi. 

„Wenn sich herausstellt, dass der Personalschlüssel zu einem Zeitpunkt zu gering ist, dann werden wir aufstocken“, sagt er. Doch immer mit demselben Personal - und keiner einzigen Stelle mehr. Wichtig sei nun, die 21 Stellen zu besetzen, damit die derzeit aktiven Mitarbeiter überhaupt in Urlaub geschickt werden könnten. 

stol/ker/ds

stol