Mittwoch, 10. Juli 2019

Dolomiten-Welterbe in Prags sanft „er-fahren“: Sperre ab heute

Ab dem heutigen Mittwoch bis 10. September bleibt die Straße zum Pragser Wildsee täglich 5 Stunden lang gesperrt. Damit wollen Land und Gemeinde eine neue, nachhaltige Art etablieren, das Dolomiten-Unesco-Welterbe zu erleben.

Vom 10. Juli bis 10. September soll das Dolomiten-Unesco-Weltnaturerbe in Prags sanft "er-fahren" werden. - Foto: LPA/AngiesAgendas
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Vom 10. Juli bis 10. September soll das Dolomiten-Unesco-Weltnaturerbe in Prags sanft "er-fahren" werden. - Foto: LPA/AngiesAgendas

Weniger Autos und Emissionen, dafür mehr Stille, saubere Luft und ein neues nachhaltiges Naturerlebnis im Pragser Tal: Darauf zielt der Plan der Gemeinde Prags, des  Mobilitätsmanagements von Land und des IDM für das Pragser Tal ab.

Bereits an den Einfahrten bei Mühlbach, Olang, Winnebach und Schluderbach sowie am Eingang des Tals weisen Schilder auf Respekt gegenüber dem Weltnaturerbe hin und laden ein, dieses sanft zu „er-fahren“.

An Spitzentagen bis zu 10.000 Besucher

Vom 10. Juli bis zum 10. September ist das Pragser Tal von 10 bis 15 Uhr nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Für den motorisierten Verkehr gibt es eine Sperre, und zwar ab der Abzweigung der Landesstraße zum Pragser Wildsee (LS 47) und der Landesstraße nach Altprags (LS 80).

Vom Bahnhof Welsberg fährt im Halbstundentakt ein Shuttle-Bus bis zum Pragser Wildsee. Auch der bestehende Busdienst der Linie 442 ab Niederdorf wurde zu einem Halbstundentakt verdichtet. Jeder kann mithelfen, das Weltnaturerbe zu schützen, indem er umweltfreundlich unterwegs ist.

Bis zu 7000 Fahrzeuge wurden noch im Sommer 2017 jeden Tag auf der Straße zum See gezählt. Im Sommer 2018 hielten sich an Spitzentagen bis zu 10.000 Menschen rund um den See auf. Diese Zahlen wollen Land, Gemeinde und IDM nun senken.

„Verkehr besser managen“

„Das Pragser Tal mit dem einzigartigen Dolomiten-Unesco-Welterbe soll nicht nur für die Urlaubsgäste, sondern vor allem für die Bürger vor Ort deutlich aufgewertet werden, damit es für sie mehr Lebensqualität gibt“, sagte dazu Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider.

„Zusammen wollen wir den Verkehr im Pragser Tal besser managen und auch mehr einschränken. Vor allem wollen wir die Situation der Menschen verbessern, die im Tal leben. Daher setzen wir auf ein umwelt- und gesundheitsschonendes Konzept. Erste Maßnahmen starten nun", sagt der Pragser Bürgermeister Friedrich Mittermair.

stol/lpa

stol