Steroide seien laut Dr. Resnyak auch in Südtirol weit verbreitet – und das in verschiedensten Sportarten und trotz der Gefahr von schwerwiegenden Nebenwirkungen.<BR /><BR />Anabolika beinhalten Testosteron – ein männliches Geschlechtshormon, das der Körper im Grunde selbst produziert. „Vor allem in der Entwicklungsphase erweist sich dieses als äußerst wichtig“, erklärt Dr. Resnyak. „Deshalb wird es Jugendlichen verabreicht, die an Hormonmangel leiden, um beispielsweise das Wachstum zu fördern.“ Hierbei handle es sich jedoch um eine medizinisch überwachte Therapie, die nicht schädlich ist.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1045443_image" /></div> <BR /><BR />Im Sport werden Anabolika allerdings häufig als Dopingmittel missbraucht. Auch wenn der natürliche Testosteron-Haushalt im Körper eigentlich gedeckt ist, wird er zusätzlich erhöht. „Die Einnahme von Anabolika führt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu schweren Nebenwirkungen“, weiß Dr. Resnyak. Diese reichen von Aggression und Depression bis hin zu Tumoren oder Herzinfarkten. Schäden sind teils irreversibel und führen im schlimmsten Fall gar zum Tod. Nicht ohne Grund ist die Einnahme von Anabolika deshalb verboten.<BR /><BR /><BR /><BR />„Im Amateursportbereich ist diese Art von Doping sogar noch weiter verbreitet als im Profibereich“, sagt Dr. Resnyak. Dies liege v. a. an den strengen Kontrollen im Profisport. Im Amateursport hingegen wird kaum bis gar nicht kontrolliert. <BR /><BR />Viele Sportler würden die Schäden unterschätzen, die die Einnahme von Anabolika mit sich bringt. „Es handelt sich hierbei um eine Frage der Aufklärung“, so Dr. Resnyak. „Prävention in diesem Bereich ist von enormer Wichtigkeit.“<BR /><BR />Das Problem: Anabolika sind einfach zu beschaffen. „Deren Einnahme zahlt sich definitiv nicht aus“, mahnt Dr. Resnyak. „Und das gilt für jegliche Art von Anabolika. Das Verhältnis zwischen Risiko und Nutzen stimmt in keinem Fall.“