Freitag, 04. Dezember 2020

Dopinglabor in Garage ausgehoben

Eine verdächtige Ladung am Flughafen in Bergamo hat die Ordnungshüter nun zu einem Drogenlabor in der Nähe von Bozen geführt: Unzählige gefälschte Medikamente, Dopingsubstanzen, Geld und Gerätschaften stellten sie dort sicher.

In einer Garage eines unscheinbaren Wohnkomplexes in der Nähe von Bozen fanden die Einsatzkräfte ein Drogenlabor: Sie stellten illegale Substanzen im Wert von über einer Million Euro sicher.
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In einer Garage eines unscheinbaren Wohnkomplexes in der Nähe von Bozen fanden die Einsatzkräfte ein Drogenlabor: Sie stellten illegale Substanzen im Wert von über einer Million Euro sicher. - Foto: © NAS
Nicht auszudenken, welchen gesundheitlichen Schaden verursachen hätte können, was die Carabinieri von Trient, Bozen und Neumarkt mit den Kollegen der Zollbehörden und unter der Ägide der Staatsanwaltschaft von Bergamo jüngst sicherstellen konnten: In einer Garage eines Wohnkomplexes in der Umgebung von Bozen fanden sie ein Drogenlabor, in dem illegale Substanzen im Wert von einer Million Euro lagerten.

Eine verdächtige Ladung am Flughafen Orio al Serio hatte die Beamten der Abteilung Betrugsbekämpfung der Zollbehörde auf die Spur der Täter gebracht.

Steroide, Anabolika, gefälschte Medikamente und Material, um solche herzustellen, fanden die Beamten fein säuberlich auf Metallregalen aufgereiht: 54.000 Tabletten mit den Wirkstoffen Oxymetholon und Methandienon, die beim Doping eingesetzt werden, 300 Ampullen mit Wachstumshormonen und Steroiden, 7 Kilogramm Testosteron in Pulverform – abgepackt in Teebeutel. Aus diesen 7 Kilogramm hätte man 150.000 Tabletten herstellen können; Verwendungszweck: Doping.



Außerdem beschlagnahmten die Beamten ein Liter des Steroids Trenbolon, das aus Testosteron gewonnen wird, und 1500 gefälschte Medikamentenverpackungen verschiedener Pharmafirmen.

Auch 20.000 Etiketten in verschiedenen Sprachen wurden sichergestellt. 4000 Beipackzettel für verschiedene Medikamente lagerten ebenfalls in der Garage, verfasst auf Italienisch, Französisch, Spanisch und Rumänisch.

Besonders schockierend: Die Beamten fanden 500 Etiketten, auf denen auf Spanisch stand, „nur für den Gebrauch im Krankenhaus geeignet“.
Unmengen an Verpackungsmaterial und Werkzeugen konnten ebenfalls sichergestellt werden. Auch Bargeld im Wert von 5000 Euro beschlagnahmten die Beamten, aufbewahrt in Form verschiedener Währungen.

stol

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