Mittwoch, 28. Juni 2017

„Downhill- statt Wanderwege bringen neue Perspektiven“

Die Grünen reagierten am Mittwochabend auf die Nachricht des AVS, zwei Wanderwege auf Kohlern zu Gunsten der Downhiller auflassen zu wollen, mit einem weinenden, aber auch mit einem lachenden Auge.

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Foto: © shutterstock

„Einerseits bedauern wir die Ankündigung des AVS, aufgrund der übermäßigen Nutzung durch Downhiller, Wanderwege nach Kohlern (Nr. 4 und Nr. 4A) aufzulassen. Auf der anderen Seite tun sich dadurch aber neue Perspektiven auf: Von einer eigenen Downhill-Strecke könnten auch Wanderer profitieren, wenn gleichzeitig die anderen Wege (der sogenannte Seniorensteig und der Weg von Haslach auf den Virgl) für Downhiller gesperrt würden“, so Tobias Planer, Fraktionssprecher der Gemeinderatsfraktion.

Die betreffenden Steige, die von Wanderern sowieso recht spärlich benutzt worden waren, könnten nun als ausschließliche und exklusive Downhillstrecken ausgewiesen werden.

„ Eine derartige Nutzung würde der Stadt Bozen endlich die ersten derartigen, in Downhillerkreisen schon lange heiß ersehnten und im gesamten Alpenraum ansonsten äußerst seltenen Ganzjahresstrecken bescheren“, so Planer weiter.

Neue Touristenzielgruppen erreichen

Auch die Nutzung der nicht ausreichend genutzten Kohlererseilbahn könnte gestärkt und die ausgewiesenen Downhillstrecken nun offen beworben werden.

Im Vergleich zu anderen Sportarten, wie etwa dem Skifahren sei der Flächenverbrauch äußerst gering. Es könnten neue - junge - Tourismuszielgruppen angesprochen werden, ohne natur- und kostenintensive Eingriffe tätigen zu müssen.

„Vorstellbar wäre eine direkte Betreuung und Instandhaltung der Steige durch einen in der Downhill-Szene tätigen Verein, natürlich in enger Zusammenarbeit mit den Grundstücks-, bzw. Waldbesitzern, der Gemeinde Bozen und dem Verkehrsamt“, schloss Planer im Namen der Grünen und dem Projekt Bozen.

stol

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