Freitag, 06. September 2019

Drama am Ortler: 22-Jähriger gerettet, Kamerad vermutlich tot

Am Ortler hat am Freitag eine dramatische Rettungsaktion stattgefunden.

Der abgestürzte Mann ist mit hoher Wahrscheinlichkeit tot.
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Der abgestürzte Mann ist mit hoher Wahrscheinlichkeit tot. - Foto: © STOL

Auf einer Höhe von etwa 3800 Metern bei der so genannten Platte stürzte ein Bergsteiger in Richtung Minigerode-Rinne ab. Über sein Schicksal ist derzeit nichts bekannt, der junge Mann dürfte den Absturz aber nicht überlebt haben. Sein Begleiter, der Alarm geschlagen hatte, teilte den Rettungskräften mit, dass er den Abgestürzten weder sehen konnte, noch dass dieser auf Zurufe reagiert habe.

Wegen des schlechten Wetters konnte die Suldner Bergrettung den Beiden zunächst nicht zu Hilfe eilen. Bis auf einer Höhe von 2600 Meter herrschte dichter Nebel, zudem schneite es bis auf 2350 Meter. Aus diesem Grund musste auch der Landesrettungshubschrauber Pelikan 1 auf dem Boden bleiben.

Gegen 16 Uhr gelang es schließlich, 2 Bergretter in die Nähe der Absturzstelle zu fliegen und den Überlebenden zu bergen. Der 22-jährige Deutsche wurde mit dem Landesrettungshubschrauber ins Tal geflogen. Er war unterkühlt, wurde vom Team des Pelikan 1 stabilisiert und aufgewärmt und anschließend mit einem Rettungswagen des Weißen Kreuz Sulden ins Schlanderser Krankenhaus gebracht.

Anschließend wurde ein weiterer Versuch gestartet, den abgestürzten Kameraden zu suchen. Aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse musste das Unterfangen aber abgebrochen werden, die Suche kann erst am Samstag wieder aufgenommen werden. Der schwierige Einsatz dauerte insgesamt etwa 5 Stunden.

stol/no

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