Anwohner hatten den Rentner, der ursprünglich aus der Provinz Trapani in Sizilien stammte, bereits länger nicht mehr gesehen. Viele gingen davon aus, er sei auf Heimatbesuch oder im Urlaub. Schon öfter war B. D. V. ohne Ankündigung verreist. Die traurige Wahrheit offenbarte sich jedoch erst am Dienstag.<BR /><BR />Ein beißender Geruch im Treppenhaus des Gebäudes in der Benacense-Straße hatte die Aufmerksamkeit der Nachbarn erregt. Ein Bewohner alarmierte schließlich die Rettungskräfte. Die Feuerwehr öffnete die Tür zur Wohnung, wo sie die Leiche des Mannes in der Wohnküche entdeckten. „Er lag dort wohl schon seit mehreren Tagen, wenn nicht Wochen“, so ein Ermittler gegenüber der Trentiner Tageszeitung „L'Adige“. Der genaue Todeszeitpunkt bleibt unklar, doch Anzeichen deuten darauf hin, dass der Mann möglicherweise bereits vor einem Monat gestorben sein könnte.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1118139_image" /></div> <BR /><BR />Die Ursache seines Todes ist derzeit Gegenstand einer medizinischen Untersuchung. Erste Vermutungen reichen von einem Herzinfarkt bis hin zu einem tödlichen Sturz. Ob es sich um einen natürlichen Tod handelt, wird der hinzugezogene Arzt feststellen müssen, hieß es von den Behörden. Hinweise auf Fremdverschulden gibt es bislang nicht.<h3> Ein isoliertes Leben</h3>Das Leben von B. D. V. schien ebenso diszipliniert wie zurückgezogen. „Wir sahen ihn oft in Trainingsanzügen und Turnschuhen, er war sportlich aktiv und ging regelmäßig joggen oder ins Fitnessstudio – allerdings immer außerhalb der Stadt“, berichtet ein Nachbar. Ein Geschäftsinhaber in der Nähe ergänzt: „Er achtete sehr auf seine Ernährung, lebte gesund, aber auch in seiner eigenen Welt.“<BR /><BR />Die sozialen Kontakte des ehemaligen Soldaten blieben auf kurze Grußworte und gelegentliche Bemerkungen über das Wetter beschränkt. Die Nachbarn schildern ihn als höflich, aber distanziert. „Es war ein sehr förmliches Verhältnis“, beschreibt ein Bewohner des Hauses.<BR /><BR />Es ist nicht der erste derartige Fall: Obwohl B. D. V. in einem Gebäude mit rund 30 Familien lebte, blieb sein Fehlen über Wochen unbemerkt.