Samstag, 03. Oktober 2015

Dramatische Rettung, dicke Rechnung

Leben retten kostet: Ganz Südtirol hat am Donnerstag um die beiden deutschen Bergsteiger, die an den Drei Zinnen in Bergnot geraten waren, gebangt. Die Rettung am Preußturm glückte – und wird jetzt teuer, wie das Tagblatt „Dolomiten“ enthüllt.

Badge Local

Wahrlich dramatische Szenen haben sich in den vergangenen Tagen in den Drei Zinnen abgespielt: In Mittwochabend waren zwei deutsche Bergsteiger am Preußturm in Bergnot geraten und hatten den Notruf abgesetzt.

Allerdings machten dichter Nebel und Schneefall den Rettern einen Strich durch die Rechnung. Alle Versuche, die Männer aus ihrer Notlage zu retten, mussten abgebrochen werden. Die Bergsteiger harrten so stundenlang am Berg aus. Am frühen Donnerstagnachmittag gelang dann die Bergung. Unterkühlt, aber unverletzt wurden die zwei Männer ins Tal geflogen.

Knapp 14.000 Euro werden fällig

Die bangen Stunden am Berg kommen den Deutschen nun teuer zu stehen. „13.720 Euro kosten allein die insgesamt 98 Flugminuten des Rettungshubschraubers Pelikan 2 für den Rettungseinsatz“, berichten die „Dolomiten“. Der Verein „Heli“, der die Rettungshubschrauber Pelikan 1 und 2 in Südtirol koordiniert, werde die Summe den Versicherungen der beiden geretteten Deutschen in Rechnung stellen.

140 Euro pro Flugminute

Eine Flugminute schlägt ordentlich zu Buche. Erst vor wenigen Tagen setzte die Landesregierung die Vergütung von 100 auf 140 Euro herauf. Ausländischen Staatsbürgern und Provinzfremden werden Hubschrauber-Einsätze in Rechnung gestellt.

Südtirolern, die dafür nicht über AVS oder Weißes Kreuz versichert sind, bleibt ein Selbstbehalt von 100 Euro, wissen die „Dolomiten“.

stol

stol