Verkörpert wird Fisher im Film von Hollywoodschauspieler Jake Gyllenhaal, der gemeinsam mit Jason Clarke, Josh Brolin und John Hawkes zum hochkarätigen Cast gehört. Die Produktion wird vom Südtiroler Filmfonds mit 700.000 Euro unterstützt und wurde vor Ort von der Business Location Südtirol (BLS) betreut. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte: Im Mai 1996 wollen der neuseeländische Everest-Experte Rob Hall und der US-amerikanische Extrembergsteiger Scott Fisher mit zwei verschiedenen Expeditionsteams den Everest bezwingen. Der Anstieg wird durch die vielen Touristen-Teams verlangsamt, und es bilden sich regelrechte Staus auf der Aufstiegsroute. Als ein heftiger Sturm die Teams in der Nähe des Gipfels erwischt, nimmt eine Tragödie am Berg ihren Lauf. „Wetterkapriolen haben uns ziemlich zu schaffen gemacht“Das Schnalstal war ab 28. Januar für mehr als einen Monat Mittelpunkt der Dreharbeiten des 3D-Abenteuer-Dramas, für das zuvor auch in Nepal am Fuße des Everest gedreht worden war. „Dass wir eine Produktion dieser Größenordnung beherbergen dürfen, ist für uns eine große Freude und eine Bestätigung dafür, dass der Filmstandort Südtirol inzwischen bereits internationale Bekanntheit erlangt hat“, sagt BLS-Direktor Ulrich Stofner.Das circa 180 Personen starke Filmteam war eine bunte Mischung aus Filmfachkräften aus aller Herren Länder, darunter Amerikaner, Engländer, Australier, Deutsche, Italiener, Isländer. Sogar elf Sherpas wurden für die Aufnahmen direkt aus Nepal eingeflogen, und mit dabei war auch ein sechsköpfiges Sicherheitsteam aus Neuseeland. Auch etwa 60 Südtiroler arbeiteten am Set mit, darunter Location Manager, Regie- und Kostümassistenten, Mitarbeiter der Produktion, Fahrer, Bergführer und Komparsen. Untergebracht war das gesamte Team im Schnalstal, aufgeteilt auf über ein Dutzend Hotels.Die Arbeitsbedingungen waren für das Team nicht gerade ein Honigschlecken: Eine Außentemperatur von etlichen Graden unter Null, Wind und starke Schneefälle waren eine Belastungsprobe für Mensch und Technik. „Die Wetterkapriolen dieser Wochen haben uns ziemlich zu schaffen gemacht“, verrät Produzentin Nicky Kentish Barnes. „Sobald wir beschlossen hatten, an einem Ort zu drehen und die gesamte Ausrüstung dorthin gebracht hatten, änderten sich die Wetterbedingungen, und wir mussten kurzfristig wieder umdisponieren. Zum Glück hatten wir ein so professionelles Team und erfahrene Fachkräfte vor Ort, die uns tatkräftig zur Seite standen.“ Film 2015 in den KinosInzwischen ist der Filmtross weiter nach Rom gewandert, wo in den Studios von Cinecittà gedreht wird, von dort geht es dann weiter nach Großbritannien in die Pinewood Studios. Für die Distribution von „Everest“ zeichnet Universal Pictures verantwortlich. In die amerikanischen und kanadischen Kinos soll das Bergdrama im Februar 2015 kommen, am 26. Februar 2015 in 3D startet es in den deutschen Kinos. Wann der Film in Südtirol gezeigt wird, ist noch nicht bekannt.