Die Trauerzeremonie findet am Freitag in der Basilika Santa Giustina in Padua statt. Die von den Justizbehörden angeordnete Obduktion der Carabinieri ist für Donnerstag geplant. Anschließend werden die Leichname für die Trauerfeierlichkeiten freigegeben. Für Freitag, den Tag der Beerdigung, wurde nationale Trauer angeordnet, wie die Regierung mitteilte. <BR /><BR />Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bat zu Beginn einer Kabinettssitzung um eine Schweigeminute für die drei Opfer, die durch eine offenbar als Sprengfalle ausgelegte Gasflasche in einem Bauernhaus in Castel d'Azzano getötet wurden. Für Donnerstagabend ist in dem Ort, in dem die Carabinieri ums Leben kamen, ein Fackelzug geplant. <BR /><BR />Die Bürgermeisterin von Castel d'Azzano, Elena Guadagnini, hat eine sechstägige Trauerzeit in der Gemeinde ausgerufen. Bei der Explosion kamen die Carabinieri Valerio Daprà (56), Davide Bernardello (36) und Marco Piffari (56) ums Leben; 17 weitere Einsatzkräfte wurden verletzt. <BR /><BR />Nach Angaben der Ermittler wurde die Detonation von den stark verschuldeten Eigentümern des Bauernhofes - zwei Brüdern und einer Schwester - herbeigeführt. Die drei Geschwister, Franco, Dino und Maria Grazia Ramponi, wurden festgenommen und sollen demnächst vor einem Untersuchungsrichter erscheinen. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/explosion-bei-zwangsraeumung-nahe-verona-drei-carabinieri-getoetet" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(Wir haben berichtet)</a><BR /><BR />Die Explosion sei von der 59-jährigen Schwester ausgelöst worden, die mit einem Feuerzeug eine offene Gasflasche entzündete. Sie wurde bei der Detonation verletzt und liegt im Krankenhaus. Vor der Explosion hatten sich die Geschwister im Haus verbarrikadiert. Die Zwangsräumung war wegen der hohen Verschuldung der Familie veranlasst worden; die Geschwister lebten im Landhaus ohne Strom und Gas. Bereits vor einem Jahr und erneut am 24. November hatten sie sich dem Gerichtsvollzieher widersetzt, indem sie eine Gasflasche öffneten. Einer der Brüder hatte zudem damit gedroht, sich mit Benzin in Brand zu setzen.<BR /><BR />Ein Nachbar sagte über die Geschwister: „Sie haben alles verloren. Sie lebten wie in einer Höhle.“ Weil ihnen alles gepfändet worden sei, hätten sie wiederholt gedroht: „Lieber sprengen wir uns in die Luft, als unser Haus zu verlassen.“