Sonntag, 20. März 2016

Drei Israelis unter den Istanbul-Opfern

Bei dem Selbstmordanschlag im Zentrum von Istanbul sind am Samstag drei Israelis getötet worden, von denen zwei auch die US-Staatsbürgerschaft hatten. Dies bestätigte das israelische Außenministerium am Sonntag in Jerusalem.

Nach dem Selbstmordanschlag herrscht in Istanbul erhöhte Alarmbereitschaft.
Nach dem Selbstmordanschlag herrscht in Istanbul erhöhte Alarmbereitschaft. - Foto: © LaPresse

Bei den Opfern handelt es sich nach Medienberichten um einen 40-Jährigen sowie einen 70-Jährigen. Das dritte Opfer sei eine 60-jährige vierfache Mutter.

Ein Selbstmordattentäter hatte am Samstag in einer belebten Istanbuler Einkaufsstraße vier Menschen mit in den Tod gerissen, knapp 40 weitere wurden verletzt. Der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu sagte, es sei noch unklar, ob der Anschlag auf israelische Touristen abzielte. Zehn Israelis waren auch unter den Verletzten.

Zum Anschlag bekannte sich bisher keine Gruppierung. Der Selbstmordattentäter, ein 33-jähriger Türke, wurde von der regierungsnahen türkischen Presse aber als Mitglied einer Zelle der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) bezeichnet. Offiziell bestätigt wurden diese Berichte nicht. Die Ermittlungen seien im Laufen, sagte der Gouverneur von Istanbul, Vasip SAhin.

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu übermittelte Netanyahu einen Brief, in dem er den israelischen Familien nach dem „abscheulichen Anschlag“ sein Beileid aussprach.

Das Weiße Haus bestätigte am Samstagnachmittag (Ortszeit), dass zwei Tote auch die US-Staatsbürgerschaft hatten. Man stehe in engem Kontakt mit den türkischen Behörden und bekräftige die Entschlossenheit, gemeinsam mit der Türkei das Übel des Terrorismus zu bekämpfen, betonte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates des Weißen Hauses, Ned Price, in einem Statement.

apa/dpa/afp

stol