Dienstag, 01. Januar 2019

Drei junge Deutsche überleben Nacht in Schneehöhle

Am Sonntag Nachmittag waren drei 22-jährige Deutsche von Ehrwald in Nordtirol aus zu einer Schneeschuhwanderung in Richtung Zugspitze im deutsch-österreichischen Grenzgebiet aufgebrochen. Nach Einbruch der Dunkelheit und wegen starken Schneetreibens gerieten sie in Bergnot und schlugen am Abend Alarm. Aufgrund der Witterung konnte ihre Bergung aber erst am Silvester-Nachmittag erfolgen - mit glimpflichem Ausgang.

Mehrstündiger Einsatz für die Bergrettung Ehrwald. - Foto: ZOOM Tirol
Mehrstündiger Einsatz für die Bergrettung Ehrwald. - Foto: ZOOM Tirol

Am Nachmittag von Montag, 30. Dezember, stiegen die drei 22-jährigen deutschen Freunde mit Schneeschuhen von der Talstation der Ehrwalder-Alm-Bahnen in Richtung Knorr-Hütte am Zugspitzplatt im deutsch-österreichischen Grenzgebiet auf.

Gegen 21.30 Uhr erreichten die drei völlig erschöpft, in totaler Dunkelheit und bei starkem Schneetreiben das sogenannte „Feldernjöchl“ auf ca. 2000 Metern Seehöhe, von wo sie einen Notruf absetzten und sich eine Schneehöhle gruben, um die Nacht zu überstehen. 

Ein Bergungsversuch durch die Bergrettung Ehrwald musste, wegen des stürmischen Windes und der Neuschneemengen nach Mitternacht abgebrochen werden.

Am Silvestertag wurde ein neuer Versuch gestartet, eine Bergung war jedoch auf Grund der schlechten Witterung und der Schneemengen nicht möglich bzw. zu riskant.

Als sich die Sicht am Nachmittag kurzzeitig besserte, konnten die drei Deutschen mit dem Rettungshubschrauber geborgen werden. Zwei der Geretteten überstanden die Notlage unverletzt, ein Mann wurde mit Erfrierungen an Händen und Fügen in das Krankenhaus Reutte eingeliefert.

stol

stol