Mittwoch, 13. Januar 2016

Drei Russen nach Anschlag in Istanbul festgenommen

Nach dem Selbstmordanschlag mit zehn Toten im Zentrum von Istanbul hat die türkische Polizei laut Medienberichten drei mutmaßliche Mitglieder der Jihadistenorganisation „Islamischer Staat“ (IS) festgenommen.

Drei mutmaßliche IS-Mitglieder wurden nach dem Anschlag in Istanbul festgenommen.
Drei mutmaßliche IS-Mitglieder wurden nach dem Anschlag in Istanbul festgenommen. - Foto: © APA/Reuters

Die drei Russen seien im Badeort Antalya in Gewahrsam genommen worden, meldete die Nachrichtenagentur Dogan am Mittwoch.

Ob ein Zusammenhang zwischen dem Attentat in Istanbul und den Festnahmen besteht, war zunächst unklar. Bei der Razzia in Antalya wurden laut Dogan zahlreiche Dokumente und CDs sichergestellt. Bereits am Dienstag waren bei Razzien in mehreren türkischen Städten 65 mutmaßliche Jihadisten festgenommen worden, wie die Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi berichtete.
Unter ihnen seien 16 Verdächtige, die einen Anschlag in der Hauptstadt Ankara geplant haben sollen. Eine andere Gruppe habe ein Attentat an einem unbekannten Ort in der Türkei verüben wollen. Die Festnahmen erfolgten den Berichten zufolge in Ankara, Izmir, Kilis, Sanliurfa, Mersin und Adana.

Ein Selbstmordanschlag hatte am Dienstag vor der Blauen Moschee in der Istanbuler Altstadt zehn Menschen mit sich in den Tod gerissen, unter ihnen acht Deutsche sowie zwei weitere Ausländer.

dpa

stol