<BR />Vier Bergsteigern setzten am Samstag innerhalb kürzester Zeit den Notruf ab, weil sie beim Abstieg von der Großen Zinne in Bergnot geraten waren.<BR /><BR />Die erste Seilschaft befand sich auf rund 2.700 Metern Höhe. Die beiden österreichischen Bergsteiger im Alter von 52 und 44 Jahren waren von der Route abgekommen und befanden sich auf einem Felsvorsprung, wo es für sie kein Vor und Zurück mehr gab.<BR /><BR /><BR />Dank des übermittelten Standorts konnte der Suem-Hubschrauber aus Pieve di Cadore die beiden Männer finden. Ein Flugretter barg sie mit der Seilwinde. Anschließend wurden die Österreicher zur Lavaredo-Hütte geflogen. Der Hubschrauber konnte daraufhin noch vor Einbruch der Dunkelheit zu seinem Stützpunkt zurückkehren.<BR /><BR />Doch damit war der Einsatz noch nicht beendet. Auf dem 2.986 Meter hohen Gipfel der Großen Zinne saßen noch zwei weitere Bergsteiger fest. Dabei handelte es sich um einen 24-Jährigen aus Maniago im Friaul und einen 23-Jährigen aus Viterbo im Latium. <h3> Ausrüstung ungeeignet </h3>Die beiden jungen Männer hatten sich verspätet und standen noch vor dem Abstieg über den Normalweg. Sie befürchteten, diesen bei völliger Dunkelheit bewältigen zu müssen. Zudem waren sie nicht ausreichend für die niedrigen Temperaturen ausgerüstet.<BR /><BR />Da der Hubschrauber aus Treviso zu diesem Zeitpunkt mit einem anderen Einsatz beschäftigt war, wurde der Notarzthubschrauber aus Trient angefordert. Dieser flog den Gipfel der Großen Zinne an, nahm die beiden Bergsteiger an Bord und brachte sie zur Auronzo-Hütte. Dort wurden die beiden jungen Männer gegen 23.15 Uhr der Bergrettung übergeben.