Dienstag, 13. Juni 2017

Drei Zinnen: Rettung in letzter Minute

Riesengroßes Glück hatten drei Bergsteiger aus dem Passeiertal am Montag: Sie hatten sich an der Dibonakante der Großen Zinne in Toblach verstiegen und kamen weder vor noch zurück. Glücklicherweise wurden ihre Hilferufe gehört - und die Bergrettung war auch schon in der Nähe.

Mittels Hubschrauber konnten die 3 Bergsteiger schnell gerettet werden. - Foto: BRD Hochpustertal
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Mittels Hubschrauber konnten die 3 Bergsteiger schnell gerettet werden. - Foto: BRD Hochpustertal

Einige Mitglieder des Bergrettungsdienstes Hochpustertal befanden sich nämlich gerade in einer Erste-Hilfe-Übung im Gelände, als sie der Notruf der Landesnotrufzentrale gegen 20.30 Uhr zu einem Einsatz in das Gebiet der Drei Zinnen erreichte. 

Ein italienisches Ehepaar, das sich in der Nähe der Drei-Zinnen-Hütte aufhielt, hatte Hilferufe aus den Nordwänden der Drei Zinnen gehört.

Aufgrund der einbrechenden Nacht musste damit gerechnet werden, dass die Hilfesuchenden nicht mehr mit Hilfe des Landesrettungshubschraubers geborgen werden konnten.

Suche mit Hubschrauber und zu Fuß

6 Männer des Bergrettungsdienstes Hochpustertal machten sich vom Paternsattel über den Normalanstieg auf den Weg zum Ringband der großen Zinne, da die Hilferufe von dort zu kommen schienen. Gleichzeitig suchten zwei weitere Bergretter mit Hilfe des Landesrettungshubschraubers Pelikan 1 die Nordwand nach den Personen ab.

Diese konnten bald im oberen Teil der Dibonakante lokalisiert werden. Die beiden Bergretter wurden zu drei jungen Männern aus dem Passeiertal abgeseilt.

Die Route der Dibonakante der Großen Zinne - Foto: BRD Hochpustertal

Während ein Bergsteiger die Kletterer sicherte, barg der zweite bereits einen der jungen Männer mit Hilfe der Seilwinde.

Aufgrund der einbrechenden Nacht war Eile geboten: Innerhalb kürzester Zeit gelang es den Rettungskräften, alle drei Personen aus der Wand zu bringen und unverletzt zur Drei-Zinnen-Hütte in die Obhut weiterer angerückter Bergretter zu übergeben.

„Glücklichster Tag unseres Lebens“

Da die Dämmerung bereits fortgeschritten war, kehrte der Landesrettungshubschrauber umgehend zu seiner Basis nach Bozen zurück.

In Sicherheit gebracht, erklärten die drei jungen Männer ihre missliche Lage: Sie hatten sich beim Abstieg vom Gipfel der Großen Zinne verstiegen und konnten weder vor noch zurück.

In der Zentrale des Bergrettungsdienstes Hochpustertal bedankten sich die jungen Männer bei den Bergrettern mit den Worten: „Das ist der glücklichste Tag unseres Lebens.“

stol

stol