Drei Suchaktionen erfolglos abgebrochenNach einer großangelegten Rettungsaktion am Samstagabend, die gegen Mitternacht abgebrochen werden musste, suchten die Rettungskräfte am Sonntagmorgen erneut nach dem vermissten 14-Jährigen. Ab sechs Uhr wurde von den Feuerwehren von Brixen, Albeins, Klausen, Sarns, Schrambach, Milland, von der Wasserrettung Eisacktal und den Kanufahrern aus Milland das Eisackufer abgesucht. Retter hoffen auf besseres WetterGegen 10 Uhr musste die Suche abgebrochen werden: ohne Ergebnis. Am Nachmittag, gegen 14 Uhr, wurde sie wieder aufgenommen. Wieder kämmten zahlreiche Feuerwehren das Gebiet entlang des Eisacks ab. Wegen der schlechten Witterungsverhältnisse beendeten die Rettungskräfte gegen 16 Uhr aber die Suche. Von dem 14-Jährigen fehlt weiterhin jede Spur. Eine weitere Suchaktion ist für heute nicht mehr geplant. Die Retter hoffen nämlich auf besseres Wetter: Erst dann können sie die Schleusen der beiden Stausee von Mühlbach und Franzensfeste erneut schließen, um das Wasserbett abzusenken. Wegen der starken Regenfälle kann dies aber erst bei einer Wetterbesserung erfolgen. Großaufgebot an Rettungskräfte am Samstag im EinsatzÜber 100 Einsatzkräfte waren bereits am Samstagabend im Einsatz: Von 19 Uhr bis Mitternacht suchten sie nach dem verunglückten 14-jährigen Jungen. Kurz vor 19 Uhr war er gemeinsam mit einem gleichaltrigen Freund etwa 300 bis 400 Meter schluchteinwärts von der Brixner Gärtnerei Auer – in sehr gefährlichem Gelände – beim Klettern unterwegs. Plötzlich rutschte er aus und stürzte in die Fluten der Rienz. Sein Freund holte rasch Hilfe: Über die Landesnotrufzentrale wurde ein Großaufgebot an Rettungskräften – darunter die Feuerwehren von Brixen, Milland, Sarns, Albeins, Klausen, die Berufsfeuerwehr aus Bozen mit Tauchern, die Berg- und Wasserrettung Eisacktal, die Bootsgruppen der Feuerwehr Brixen und der Feuerwehr Sterzing sowie den Rettungshubschrauber Pelikan II – zum Unfallort geschickt. Zunächst wurde das Gebiet zwischen der Rienzschlucht in Brixen abgesucht, anschließend wurde die Suche auf den Eisack bei Albeins und den Stausee in Klausen ausgeweitet. Samstag: Schleusen der Stauseen geschlossen Gegen 21 Uhr wurden, um die Suche zu erleichtern, die Schleusen der Stauseen von Mühlbach und Franzensfeste für einige Zeit geschlossen. Damit konnte der Wasserstand um einen halben Meter gesenkt werden. Das gesamte Ufergebiet des Flusses wurde nochmals abgesucht - ohne Erfolg. Gegen Mitternacht musste die Suchaktion wegen der Dunkelheit abgebrochen werden.Die Tauchergruppe und Flussrettung der Berufsfeuerwehr Bozen waren die letzten, die den Einsatzort verließen: Sie hatten noch am Villnösser Stausee nach dem Vermissten gesucht.Die ganze Zeit über harrte der Vater des Jungen bei der provisorisch eingerichteten Einsatzzentrale neben der Gärtnerei Auer aus. Auch Bürgermeister Albert Pürgstaller fand sich dort ein. joi