Ihr 48-jähriger Ehemann, Antonio Fortebraccio, ein Wachmann, rief selbst den Notruf und gestand die Tat. Alles geschah innerhalb weniger Minuten. Als die Einsatzkräfte in der Wohnung des Paares eintrafen, war Stefania erst seit wenigen Minuten tot. Der Ehemann befand sich noch in der Wohnung und wurde auf die Polizeistation gebracht. <BR /><BR />Stefania Rago und Antonio Fortebraccio haben zwei Kinder Anfang 20, einen Sohn und eine Tochter, die zum Zeitpunkt der Tragödie nicht anwesend waren. Nach der Tat kamen sie gemeinsam mit der älteren Mutter des Opfers vor das Haus. Nachbarn berichteten, sie hätten Schreie, einen heftigen Streit und dann die Schüsse gehört. Offenbar seien Streitigkeiten häufig gewesen, teilweise aus Eifersucht des Mannes.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1305276_image" /></div> <BR /><BR />„Meine Partnerin hat mich angerufen und gesagt, dass in der Nachbarwohnung ein heftiger Streit im Gange sei. Dann hörte sie die Schüsse. Kurz darauf sah sie die Blaulichter der Einsatzfahrzeuge. Als ich hier ankam erfuhren wir, dass die Frau von ihrem Ehemann getötet worden war. Eine schreckliche Nachricht. Meine Partnerin ist verängstigt und weint ununterbrochen“, berichtete ein Nachbar. <BR /><BR />Stefania Rago hatte in den sozialen Medien häufig gegen häusliche Gewalt Stellung bezogen. Auf ihrem Facebook-Profil veröffentlichte sie Bilder von roten Schuhen, dem Symbol gegen Gewalt an Frauen.„Wir sind erschüttert und fassungslos“, sagte die Bürgermeisterin von Foggia, Maria Aida Episcopo. Die Stadt will als Nebenklägerin an dem Prozess wegen des Frauenmordes teilnehmen. <BR /><BR />Der Tod von Stefania Rago ist der dritte Frauenmord in Italien innerhalb weniger Tage. Am 21. April kam es in Castel Maggiore, vor den Toren Bolognas, zu einem Frauenmord mit anschließendem Selbstmord. Mauro Zaccarini tötete seine Frau Adriana Mazzanti und nahm sich anschließend das Leben. Am Tag zuvor, dem 20. April, wurde der 57-jährige Silvio Gambetta wegen des Femizids an seiner ehemaligen Lebensgefährtin Loredana Ferrara (53) festgenommen. Die Tat ereignete sich in Vignale Monferrato in der piemontesischen Provinz Alessandria.