Dienstag, 15. Januar 2019

Drogen im Magen und in Dosen: 3 Schmuggler festgenommen

Die Finanzpolizei von Trient hat am Sonntag 3 Drogenkuriere an der A22-Raststätte Paganella West oberhalb von Trient festgenommen. Die Vorgangsweise der Schmuggler war den Beamten bereits bekannt.

Fast 500 Drogenkapseln wurden beschlagnahmt. - Foto: Finanzpolizei Trient
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Fast 500 Drogenkapseln wurden beschlagnahmt. - Foto: Finanzpolizei Trient

Die Brennerroute ist bekanntlich sehr beliebt bei Drogenschmugglern, um ihre Ware ins Land hinein oder hinaus zu befördern. Vor allem auf der Brennerautobahn A22 werden immer wieder Drogenkuriere geschnappt.

Schon im Dezember konnten die Finanzbeamten von Trient mithilfe einer Hundestaffel 2 Männer aus Nigeria festsetzen, die mehrere Kisten mit Konservendosen bei sich hatten, in denen sich aber keine Tomaten, sondern Drogen befanden. Auch hatten die beiden Kuriere rund 50 Drogenkapseln in ihrem eigenen Körper versteckt.

Insgesamt beschlagnahmten die Beamten damals 4,5 Kilogramm Kokain und Heroin, was auf dem Schwarzmarkt rund 400.000 Euro eingebracht hätte.

Drogenhunde schlugen bei Taschen in Reisebus an

Am Sonntagabend führten die Finanzbeamten erneut Kontrollen durch, unter anderem an einem Reisebus, der von München nach Crotone unterwegs war und an der Raststätte Paganella West oberhalb von Trient gehalten hatte.

Die mitgebrachten Drogenhunde Apiol und Nabuco schlugen bei 2 Taschen an, deren Besitzer, 3 Männer aus Nigeria, sich auch umgehend als solche zu erkennen gaben. Immerhin, so schien es, enthielten die Taschen „nur“ 8 große Dosen gefüllt mit Tomaten. Dass die Finanzbeamten diese Schmuggeltechnik bereits kannten, wussten die 3 jungen Männer nicht.

Die Tomatendosen trugen dieselbe ausländische Marke wie jene, die im Dezember beschlagnahmt worden waren. Folglich nahmen die Finanzbeamten die 3 Nigerianer mit in die Zentrale, während der Reisebus weiterfahren durfte.

Tatsächlich fanden die Beamten in den Dosen inmitten der Tomaten mehrere Kapseln, jeweils gefüllt mit etwa 40 bis 50 Gramm Kokain und Heroin. 

Die 3 jungen Drogenkuriere, zwei Brüder im Alter von 26 und 29 Jahren sowie ein 30-Jähriger, besaßen rechtmäßige Aufenthaltsgenehmigungen und waren bisher unbescholten.

Zahlreiche Drogenkapseln geschluckt

Da im Dezember auch Drogen im Körper der Kuriere gefunden worden waren, wurden auch diesmal Röntgenaufnahmen im Krankenhaus Santa Chiara gemacht. Und tatsächlich, alle 3 hatten Drogenkapseln in ihrem Körper versteckt.

2 der Kuriere hatten nicht weniger als 50 Drogenkapseln in ihrem Magen, der dritte 40. Nachdem die Drogen auf natürlichem Wege den Körper verlassen hatten, wurde am Montag Bilanz gezogen.

Insgesamt wurden 479 Drogenkapseln beschlagnahmt, 140 davon in den Körpern der Kuriere. Diese enthielten 3,5 Kilogramm Heroin und 2 Kilogramm Kokain. Auf dem Schwarzmarkt hätten die Drogen mehr als 600.000 Euro eingebracht.

Die 3 Männer wurden in das Gefängnis von Verona gebracht.

Dass diese Art des Drogenschmuggels immer häufiger wird, hängt laut den Finanzbeamten einerseits damit zusammen, dass sie billig ist, zeigt aber auch, wie einfach Menschen in schwierigen Situationen zu solchen Taten überredet werden können.

stol/liz

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