Dienstag, 03. Oktober 2017

Drogenkurierin verhaftet

Eine Nigerianerin, die als sogenannte „Bodypackerin“ missbraucht wurde, ist am Montag verhaftet worden.

Eine Nigerianerin, die als „Bodypackerin“ missbraucht wurde, und harte Drogen in Kapseln im Körper transportierte, ist am Montag verhaftet worden.
Badge Local
Eine Nigerianerin, die als „Bodypackerin“ missbraucht wurde, und harte Drogen in Kapseln im Körper transportierte, ist am Montag verhaftet worden. - Foto: © D

„Bodypacker“ riskieren ihr Leben, um Drogen einzuschmuggeln. Und wenn sie geschnappt werden, handeln sie sich hohe Haftstrafen ein, während die Drogenbarone sicher im Hintergrund bleiben.

4 Jahre Haft

Eine 34-Jährigen aus Nigeria wurde am 28. Mai im Eurocity München-Bologna mit 504 Gramm Heroin und 330 Gramm Kokain im Körper erwischt. Am Montag wurde sie zu 4 Jahren Haft und 12.000 Euro Geldstrafe verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, die Frau bleibt im Hausarrest. 

Seit Jahresanfang erwischen die Fahnder fast jeden Monat mindestens einen „Bodypacker“. Meist sind es junge Nigerianer und Nigerianerinnen, die, sehr oft aus Geldnot, bis zu einem Kilo harte Drogen in Latexkapseln schlucken. Für den Kurier besteht höchste Lebensgefahr: Platzt auch nur eine der Drogenkapseln, riskiert die Person eine Überdosis.

Ermittlungen laufen

Die Ermittler sind überzeugt, dass eine kriminelle Organisation dahintersteckt. Obwohl die Ermittlungen laufen, um die Drahtzieher aufzuspüren, konnten die Beamten noch keinen bahnbrechenden Erfolg verbuchen. 

stol/rc

stol