Freitag, 06. Dezember 2019

Drogentaxi-Fahrer bleibt in Haft – „Schlange“ als Auftraggeber

Der Bozner Taxifahrer Erich Domanegg (43), der am Montag von der Polizei bei der Autobahnausfahrt Bozen Süd mit 1,6 Kilo Heroin in seinem Auto erwischt wurde, bleibt im Gefängnis. Das hat Untersuchungsrichter Andrea Pappalardo beim Haftprüfungstermin am Freitag beschlossen.

Das Taxi wurde am Montag bei der Autobahnausfahrt Bozen Süd angehalten und genauer unter die Lupe genommen – mit Erfolg.
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Das Taxi wurde am Montag bei der Autobahnausfahrt Bozen Süd angehalten und genauer unter die Lupe genommen – mit Erfolg. - Foto: © DLife

Erich Domanegg hat Richter Pappalardo am Freitag versichert, dass er nicht ins Päckchen geschaut und daher nicht gewusst habe, dass sich darin Heroin befand.

Der Untersuchungsrichter hat dem Taxifahrer jedoch nur bedingt Glauben geschenkt und entschieden, dass er vorerst in Sicherungsverwahrung im Gefängnis bleibt, und zwar wegen der Gefahr der Tatwiederholung und der Beweisverdunkelung.

Dem Richter gegenüber hat Domanegg erklärt, dass er das Päckchen von Bergamo nach Bozen transportiert habe, und zwar im Auftrag eines tunesischen Kunden von ihm, der sich „Schlange“ („serpente“) nennt.

Im Auftrag von „Schlange“ sei Domanegg laut eigenen Angaben zuvor bereits 2 oder 3 andere Male nach Bergamo gefahren. Dabei habe er aber stets einen Mann mit Bauchtasche und Rucksack hin und zurück gefahren.

Wie berichtet, war einer Streife der Fahndungsabteilung der Bozner Quästur am Montag aufgefallen, dass ein aus der Autobahn ausfahrender Taxi offensichtlich beim Anblick der Polizeistreife eigens die Fahrspur gewechselt hat. Die anschließende Kontrolle brachte dann ein Heroinpäckchen ans Licht.

ansa/ds