Mittwoch, 18. November 2015

Drohbotschaften über WhatsApp: Sensibilisierung wichtig

Neben einer unkomplizierten und schnellen Kommunikation birgt WhatsApp auch Gefahren. In Workshops „Ich im Web 2.0“ werden Jugendliche im Umgang mit WhatsApp und Co von Young+Direct, der Jugendberatungsstelle des Südtiroler Jugendringes (SJR), fit gemacht. Auch Eltern müssen informiert und sensibilisiert werden.

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Foto: © APA/AP

„WhatsApp ist ein sehr wichtiges, wenn zurzeit nicht sogar das Instrument der Kommunikation bei den Jugendlichen“, sagt Martina De Zordo, die Vorsitzende des SJR. WhatsApp wird aber auch missbräuchlich genutzt, indem Jugendliche Drohbotschaften und pornografische Inhalte erhalten und verbreiten. Wie die Postpolizei beispielsweise jüngst berichtet hat. 

Dieses Medium gehört in der Lebenswelt der Jugendlichen mittlerweile einfach dazu. So ist es gleichzeitig auch wichtig, im Kontakt mit jungen Menschen dieses Medium zu nutzen. „Seit über einem Jahr bietet unsere Jugendberatungsstelle Young+Direct über WhatsApp Beratung für Jugendliche an“, erklärt De Zordo. Das Angebot wird von den Jugendlichen stark genutzt und es findet ein tiefgründiger Austausch zu den unterschiedlichsten Themen zwischen den Ratsuchenden und den Beratern statt. 

Michael Reiner, der Leiter der Jugendberatungsstelle Young+Direct, weiß von seinen Workshops zu den Themen Internet und Social Media, die er in Schulklassen durchführt, dass Jugendliche die Gefahren von Internet, Smartphones & Co häufig unterschätzen oder sie gar nicht kennen. Es sei jedoch wichtig, dass Jugendliche den richtigen Umgang mit den gängigen Kommunikationsmedien lernen, deren Chancen und Gefahren kennen, um dann zu wissen, wie sie sich in kritischen Situationen am besten verhalten. „Zum Beispiel sollten Nachrichten von Unbekannten immer skeptisch gesehen werden, und bei unguten, bedrohlichen Nachrichten sollten Jugendliche immer sofort erwachsene Vertrauenspersonen hinzuziehen“, rät Reiner. 

Neben Kindern und Jugendlichen müssen auch die Erwachsenen für den Umgang mit neuen Medien sensibilisiert werden. „Vielen Eltern ist oft nicht bewusst, welchen Risiken ihre Kinder durch WhatsApp ausgesetzt sind. Daher sind sie aufgefordert sich mit den neuen Medien auseinanderzusetzen und Kinder im Umgang damit zu begleiten“, so De Zordo.

stol

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