Zahlreiche Urlauber bestaunten die Szene, wie die Schafe aus dem Langental den Pferch beim letzten Parkplatz erreichten, wo sie dann von ihren Besitzern abgeholt wurden.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="934039_image" /></div> <BR />Deren Stimmung allerdings war weniger gut. Sie wussten zu diesem Zeitpunkt noch nicht, ob auch ihre Tiere auf Puez vom Wolf gerissen worden waren, entsprechend besorgt waren sie.<BR /><BR />„Insgesamt haben wir um die 300 Schafe hinaufgebracht“, sagte Hirte <b>Robin Demetz</b>. „Eine Zeitlang hatten wir Ruhe, auch weil wir zeitweise eingezäunt haben als Schutz vor dem Wolf“, fuhr er fort. Aber dabei blieb es nicht: „In den letzten Tagen ist der Wolf irgendwie eingedrungen und fast jeden Tag sind Risse gewesen. Deshalb haben wir die Entscheidung getroffen, die Schafe einen Monat früher als normal abzutreiben“, schildert Demetz. <BR /><BR />„3 Mal ist er gekommen, der Wolf“, sagt Hirte Leo Insam. „Ich habe 30 tote Schafe gefunden. Aber es werden sicher mehr sein, denn alle findet man nicht, die der Wolf gerissen hat.“ <h3> 3 Mal kam der Wolf</h3>Wird es denn nächstes Jahr wieder einen Schafauftrieb geben, hinauf auf Puez? „Wenn sie den Wolf schießen können… Schauen wir im Frühjahr weiter, wie die Lage ist. Aber zu 90 Prozent wird es keinen Auftrieb geben“, sagt Leo Insam. „So geht es einfach nicht. Im Winter die Schafe füttern und sie dann auf die Alm bringen, damit der Wolf etwas zum Fressen hat, hat ja keinen Sinn“, sagt <b>Leo Insam</b>. <BR /><BR />Mancher Schafbauer – wie der frühere Wolkensteiner Bürgermeister Peter Mussner – hat schon für sich beschlossen, die Zucht zu beenden. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/diese-alm-wird-verlassen-bleiben" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(Wir haben berichtet)</a><BR /><BR />„Ich werde es wohl auch lassen“, sagt Leo Insam. „Die Tiere daheim halten geht nicht; die Schafe müssen im Sommer in die Höhe. Ich habe nicht viele. Aber es gibt Bauern, die nur Schafe haben – 30, 40 oder 50 Stück – was machen die? Sie können doch nicht einfach alle Tiere zur Kovieh nach Bozen bringen. Die haben alles eingerichtet auf die Schafe hin.“ Die Situation der Schafbauern bringt Insam mit 3 Worten auf den Punkt: „Traurig, aber wahr.“<BR />