Dienstag, 09. März 2021

Durch gezielte Unterstützung Armut vorbeugen

Auf Einladung von Landesrätin Waltraud Deeg hat die Task Force Armut über die Resonanz der bisherigen Unterstützungsleistungen diskutiert.

In der Task Force Armut sind Vertreterinnen und Vertreter der Sozialdienste, privater Organisationen und der Landesämter aktiv.
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In der Task Force Armut sind Vertreterinnen und Vertreter der Sozialdienste, privater Organisationen und der Landesämter aktiv. - Foto: © lpa
Mit direkten finanziellen Leistungen in Höhe von über 380 Millionen Euro hat das Land Südtirol im Vorjahr Familien sowie pflegebedürftige und einkommensschwache Bürgerinnen und Bürger unterstützt.

Im virtuellen Austausch mit den Mitgliedern der im Sommer 2020 eingesetzten Task Force Armut hat Soziallandesrätin Waltraud Deeg über deren Wirksamkeit diskutiert. „Südtirols Sozialwesen hat sich seit den 1970er Jahren entwickelt und ist nun breit aufgestellt. Dennoch gilt es, dieses konstant und konsequent weiterzuentwickeln und dort zu stärken, wo momentan noch Lücken sind. Anregungen aus der Praxis sind dafür immer wichtige Vorgaben“, betont die Landesrätin.

„Mittel- und langfristig an weiteren Maßnahmen arbeiten“


In der Task Force Armut beraten Vertreter der Caritas, der Südtiroler Vinzenzgemeinschaft, des Vereins Volontarius, der Verbraucherzentrale, des KVW, der Handelskammer, des KFS, des Dachverbandes Gesundheit und Soziales, der Sozialdienste sowie der zuständigen Landesämter über Strategien, wie das Armutsrisiko im Allgemeinen, insbesondere aber in der aktuellen Krisenzeit, vermieden werden kann.

Beim jüngsten Austausch berichteten die Mitglieder davon, dass die finanziellen Covid-19-Unterstützungsleistungen vielfach wichtige und treffsichere Maßnahmen gewesen seien. Allerdings sei parallel dazu ein verstärkter Zulauf zu den Lebensmitteltafeln und anderen ähnlichen Einrichtungen festzustellen. Soziallandesrätin Deeg informierte die Anwesenden zudem über die geplanten Maßnahmen im Rahmen der #CoronaHilfen, mit denen der Kreis der Leistungsbezieher ausgebaut und die Maximalbeträge weiter angehoben werden.

„Es geht dabei primär um die Existenzsicherung. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass wir mittel- und langfristig an weiteren Maßnahmen arbeiten müssen, um einer Zunahme der Armut entgegenzutreten“, sagt Deeg.

lpa