Landeshauptmann a.D. Luis Durnwalder hat sich keiner Unterschlagung im Amt schuldig gemacht. Das befand gestern der Strafsenat im Ergänzungsverfahren rund um den Sonderfonds <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/urteil-im-fall-sonderfonds-2-durnwalder-freigesprochen" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(STOL hat berichtet)</a>. <BR /><BR />Nach dem Urteil stand Durnwalder Rede und Antwort. <BR /><BR /><b>STOL: Voller Freispruch: Wie fühlen Sie sich?</b><BR />Luis Durnwalder: Dieses Urteil als letztes in einer Kette ist schon ein eindeutiger Beweis, dass ich nicht ganz daneben liege, wenn ich sage, ich habe immer nach bestem Wissen und Gewissen gearbeitet. Ich habe den Sonderfonds so genutzt wie alle anderen auch. Wenn das Gesetz für alle gleich ist, dann heißt das für mich aber: Entweder alle – oder niemand. Ich sehe nicht ein, weshalb ich schuldig sein sollte, und alle anderen sind in Ordnung. Aber ich hatte immer den Eindruck und habe es auch gesagt, dass wohl ein politisches Händchen nicht weit war. Ich weiß nicht wer – aber die Politik hat viele Hände.<BR /><BR />Wenn man jedes Mal vorher ein Gutachten machen müsste oder Vergleiche anstellen, ist die Hilfe nicht mehr Hilfe, dann sind es nur versprochene Hoffnungen, die dann nicht erfüllt werden können. <BR /><BR /><b>STOL: Würden Sie heute etwas anders machen?</b><BR />Durnwalder: Ich war Landeshauptmann mit meinem Kopf, meinem Herzen und meinen Händen, ich wollte dieses Land gut verwalten und habe immer im guten Glauben gehandelt. Vielleicht gab es kleine Formfehler – wenn ich es gewusst hätte, hätte ich es sicherlich anders gemacht. Aber ich hätte nie geglaubt, dass da irgendetwas ist, das strafrechtlich herangezogen werden könnte. <BR /><BR /><b>STOL: Wie war diese Zeit mit den vielen Prozessen für Sie?</b><BR />Durnwalder: Ich habe eine dicke Haut, aber natürlich: Angenehm ist es nicht. Ich habe allerdings das Glück gehabt, dass die Bevölkerung nicht nur 10 Prozent, sondern fast 100 Prozent hinter mir gestanden ist. Die Leute wussten, dass ich nicht so früh ins Büro gegangen bin, weil ich nicht schlafen konnte, sondern weil ich den Bürgern helfen wollte.