Der SBB hat eine Studie über die Bebauung von landwirtschaftlicher Fläche in Auftrag gegeben und am Montag die Ergebnisse präsentiert: Waren im Jahr 1968 noch 3.400 Hektar verbaut, stieg die Zahl bis zum Jahr 2007 auf 14.300 Hektar.Sollte der Bau-Trend anhalten, wäre in 150 Jahren das gesamte Dauersiedlungsgebiet Südtirols zubetoniert, so der SBB.Tatsächlich sei in den letzten Jahrzehnten viel Fläche bebaut worden, so Landeshauptmann Durnwalder. Dies habe jedoch einen ganz einfachen Grund: „Wir mussten in den letzten 40 Jahren eine gewaltige Infrastrukturlücke schließen und Sportanlagen, Kultureinrichtungen, Schulen, aber auch Gewerbegebiete und Wohnhäuser errichten.“Der Bedarf an weiteren Einrichtungen sei nun weitgehend gedeckt, wodurch das Problem der Verbauung heute kaum noch akut sei, so Durnwalder weiter.Laut der Studie des Bauernbundes werden jedes Jahr 280 Hektar an Kulturgrund bebaut, was einem Fußballfeld pro Tag entspreche.„Wenn man sich schon die neu verbaute Fläche vor Augen hält, muss man auch dazu sagen, dass wir jährlich 150 bis 200 Hektar Wald oder Weideflächen in landwirtschaftlichen Kulturgrund umwandeln“, antwortete Durnwalder auf die Bedenken des SBB.Die Südtiroler Landesregierung bemühe sich bereits immer weniger Flächen zu verbauen.STOL