Gerhard Brandstätter und Karl Pfeifer, Durnwalders Rechtsanwälte, zeigen sich vorsichtig optimistisch: „Die Diskussion war gut.“ Selbst der Generalstaatsanwalt habe Verständnis für Durnwalder gezeigt. Ob das reicht, wird das Urteil zeigen, das in ein paar Wochen erwartet wird. <h3> Zahlung bis zur Entscheidung ausgesetzt</h3>Den Image-Schaden hatte man am Rechnungshof in Bozen darin gesehen, dass Durnwalder strafrechtlich in der Causa Sonderfonds zunächst zweimal freigesprochen wurde, die Kassation den Freispruch aber in einem von fünf Punkten annulliert hatte und er am Oberlandesgericht Trient wegen Amtsunterschlagung verurteilt wurde. Im Folgeverfahren gab es dann einen rechtskräftigen Freispruch. <BR /><BR />„Das macht den Fall komplex. Eine Gesetzesbestimmung besagt grundsätzlich, wo ein Urteil, da auch ein Schaden. Den Schaden bestreiten wir aber “, erklärt Brandstätter. Bis zur Entscheidung der Zentralsektion des Rechnungshofes ist die Zahlung ausgesetzt. „Das Urteil an sich ist schon eine Strafe“, so Durnwalder (siehe Interview).<h3> Drei Fragen an Landeshauptmann a.D. Luis Durnwalder</h3> <b>Herr Durnwalder, glauben Sie, dass die Zentralsektion des Rechnungshofes in Rom anders entscheiden wird als der Rechnungshof in Bozen?</b><BR />Luis Durnwalder: Ich weiß es nicht. Ich hoffe es. Ich wurde schließlich bereits mehrmals freigesprochen. <BR /><BR /><b>Sie haben stets bestritten, dem Land einen Image-Schaden zugefügt zu haben...<BR /></b>Durnwalder: Ich habe Dutzende Briefe von Menschen aus dem ganzen Land bekommen, die mir ihre Solidarität ausgesprochen haben. Ich wüsste nicht, welchen Schaden ich dem Land zugefügt haben soll. Für mich ist es vollkommen unverständlich, dass überhaupt ein solcher Prozess stattfinden konnte. Das Urteil an sich ist schon eine Strafe.<BR /><BR /><b>Stein des Anstoßes war unter anderem das Urteil wegen der Handhabung des Sonderfonds...<BR /></b>Durnwalder: Ich habe in Ausübung meines Amtes Geld aus eigener Tasche ausgelegt und die Ausgaben später mit dem Geld aus dem Sonderfonds abgerechnet. Ich habe keinen einzigen Cent in meine eigene Tasche gesteckt.