Donnerstag, 18. Mai 2017

Durnwalder wegen Geburtstagsfeier vor Rechnungshof

Knapp 10.000 Euro soll Luis Durnwalder zurückzahlen. Die Staatsanwaltschaft am Rechnungshof wirft dem Landeshauptmann a.D. vor, für die Feier zu seinem 70. Geburtstag auf Schloss Tirol öffentliche Gelder ausgegeben zu haben.

Luis Durnwalder muss sich wegen der Feier anlässlich seines 70. Geburtstags vor dem Rechnungshof verantworten. - Archivbild
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Luis Durnwalder muss sich wegen der Feier anlässlich seines 70. Geburtstags vor dem Rechnungshof verantworten. - Archivbild

Druck und Versand von Einladungs- und Dankeskarten auf Landeskosten, bezahlte Überstunden an seine Mitarbeiter aber auch entgangene Einnahmen von  Schloss Tirol – dies sind die Vorhaltungen, die die Staatsanwaltschaft am Rechnungshof Luis Durnwalder macht. Dieser hatte anlässlich seines 70. Geburtstages im September 2011 an die 500 Gäste auf Schloss Tirol geladen. 

Gerade die Gäste aber könnten bei der Urteilsfindung des Richtersenates eine wichtige Rolle spielen. Für Durnwalders Verteidiger, Gerhard Brandstätter und Karl Pfeifer, ist klar, dass es sich bei der Feier um eine institutionelle und nicht um eine private gehandelt hatte. Schließlich seien samt und sonders Amts- und Würdenträger eingeladen gewesen. Zudem habe Durnwalder die Feier an sich ja aus eigener Tasche bezahlt, so die Verteidiger. 

Prinzipiell aber dürfte es dieses Verfahren vor dem Rechnungshof eigentlich gar nicht geben. Schließlich handle es sich dabei um eine Vorhaltung, die im Zuge der Ermittlungen zum Sonderfonds aufgetaucht war. Und in diesem Fall gebe es bereits ein Urteil des Bozner Rechnungshofes, so Brandstätter. 

Nun muss der Richtersenat darüber entscheiden, ob die beanstandeten Ausgaben für Durnwalders Geburtstagsfeier rechtens waren oder nicht.

em

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol