Südtirol übernimmt 0,9 Prozent der afrikanischen Flüchtlinge, die über das Mittelmeer nach Italien kommen. Der Prozentsatz entspricht dem Anteil Südtirols an der Gesamtbevölkerung Italiens.Von den insgesamt 95 bis dato in Südtirol eingetroffenen Flüchtlinge sind derzeit 42 im Haus Arnika in Meran und 53 in der ehemaligen Gorio-Kaserne am Bozner Boden einquartiert. „Da aber täglich neue Flüchtlinge kommen, ist eine Programmierung nicht möglich”, so Landeshauptmann Luis Durnwalder am Montag nach der Sitzung der Landesregierung. „Jetzt wird es langsam eng.”Land erwägt Kasernen für Flüchtlinge umzubauenDie zuständigen Landesämter schlagen die Anmietung von Liegenschafen in Bozen und in Eppan vor. Dabei denke man etwa an Pensionen oder Heime, die nicht mehr genutzt werden, aber schon eingerichtet wären, um Flüchtlinge provisorisch unterbringen zu können, so der Landeshauptmann.Von letzterer Sorte seien der Landesregierung auch bereits zwei angeboten wordenm eine in der Bozner Vintlergasse, eine weitere in Eppan. Allerdings fürchtet die Landesregierung, auf den Widerstand der Anwohner zu stoßen. Deshalb denke man an die Nutzung von Kasernen z.B. in Schlanders und Gossensaß, die bis vor nicht allzu langer Zeit benutzt worden seien, so Durnwalder. Man werde noch in dieser Woche klären, ob die Anpassung einer Kaserne ohne große Umbauarbeiten möglich sei, um dort weitere Flüchtlinge aufzunehmen. Falls nicht, werde sich das Land Alternativen überlegen. „Möglicherweise mieten wir Container an”, so Durnwalder. stol