Neben dem Repräsentationsfonds haben die Mitglieder der Landesregierung einen Sonderfonds. In Durnwalders Fall sind das 72.000 Euro im Jahr. Aus diesem wurden auch Privatausgaben vorfinanziert – „aber zu Monatsende stets abgerechnet“, so Durnwalder gegenüber der Tageszeitung „Dolomiten“. Der Landesverwaltung sei also kein Schaden erwachsen.Ausgaben aus diesem Fonds müssen nicht belegt, aber aufgelistet werden. Klassische Fälle für den Sonderfonds sind laut Durnwalder Maturabälle. Über diese Beträge führt eine Sekretärin des Landeshauptmanns Buch. „Am Monatsende wird abgerechnet und ich bekommen zurück, was ich ausgegeben habe“, so Durnwalder. Die Abwicklung werde seit 20 Jahren und länger so gehandhabt.Staatsanwalt Schülmers hatte bereits im Juni kritisiert, dass die Mitglieder der Landesregierung trotz eigener Repräsentationsfonds „stets zur Gänze auch auf ihren Fonds für Sonderausgaben zurückgreifen“, die keiner Abrechnungsverpflichtung unterlägen. Eine „Kontrolle der Rechtfertigungsgründe“ sei auf jeden Fall nötig, so Schülmers, der am Donnerstag zur Tat schritt. Aus dem Sonderfonds seien kleinere Privatausgaben vorfinanziert worden, z.B. wenn seine Sekretärin für Durnwalder ein Medikament oder das Flugticket für Durnwalders Lebensgefährtin bei einer Wienreise kaufte. „Das Geld für eventuelle Privatspesen wurde am Monatsende stets von dem, was mir aus dem Fonds zustand, abgezogen. Es war also nur vorgestreckt“, betont Durnwalder gegenüber der Tageszeitung „Dolomiten“. Das soll laut Rechnungshof aber unzulässig sein. Der Fonds erlaube nur eine Rückerstattung bereits erfolgter Zahlungen.