Sonntag, 12. Februar 2017

Dutzende Verletzte durch Kohlenmonoxid auf belgischer Kartbahn

In Belgien haben dutzende Besucher einer Kartbahn eine Kohlenmonoxid-Vergiftung erlitten. 70 Menschen wurden am Samstagabend in Krankenhäuser gebracht, wie die Behörden der Stadt Wavre südöstlich von Brüssel mitteilten.

Das farb- und geruchlose Gas Kohlenmonoxid kann für Menschen eine tödliche Gefahr darstellen. Im belgischen Wavre mussten Dutzende Menschen mit Vergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Das farb- und geruchlose Gas Kohlenmonoxid kann für Menschen eine tödliche Gefahr darstellen. Im belgischen Wavre mussten Dutzende Menschen mit Vergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. - Foto: © APA/AFP

Fünf von ihnen erlitten demnach eine schwere Kohlenmonoxid-Vergiftung. Es schwebe aber niemand in Lebensgefahr, sagte Bürgermeisterin Francoise Pigeolet der Nachrichtenagentur Belga. Nach Angaben der Behörden hatten insgesamt rund 150 Menschen an einer Privatveranstaltung in der neu eröffneten Kartbahn teilgenommen. Die Halle wurde geräumt.

Wie es zu dem Vorfall kam, war zunächst unklar. Die Behörden wollten prüfen, ob die Abgasanlage defekt sei, erklärte Pigeolet.

Blockade des Sauerstofftransports

Kohlenmonoxid (CO) ist ein sehr giftiges, geruchloses Gas, dessen Wirkungen Betroffene zunächst häufig nicht spüren. Es entsteht bei Verbrennungen ohne genügend Sauerstoff, auch im Autoverkehr. Bei Menschen blockiert es den Transport von Sauerstoff im Blut, im schlimmsten Fall bis hin zum Tod durch Ersticken.

Die Betreiber der Kartbahn entschuldigten sich in einer Nachricht auf Facebook und erklärten, sie wollten sich um Aufklärung bemühen. Die Anlage hatte erst vor wenigen Tagen mit Privatveranstaltungen den Betrieb aufgenommen. Die für Dienstag vorgesehene endgültige Öffnung wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.

apa/dpa/afp

stol