Donnerstag, 15. Oktober 2020

Dynamische Geschwindigkeitsregelung geht in letzte Testphase

Weniger Stau und bessere Luft durch empfohlene 100 Stundenkilometer auf der A22 zwischen Bozen und Trient. Landesrat Vettorato unterstreicht, dass „ein umweltverträglicher Fahrstil belohnt werden soll.“

Der Hinweis 100 km/h auf grünem Hintergrund zeigt im Autobahnabschnitt Bozen-Trient die Geschwindigkeitsempfehlung im Rahmen des BrennerLEC-Projekts an.
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Der Hinweis 100 km/h auf grünem Hintergrund zeigt im Autobahnabschnitt Bozen-Trient die Geschwindigkeitsempfehlung im Rahmen des BrennerLEC-Projekts an. - Foto: © BrennerLEC
Am 1. Oktober erfolgte der Startschuss für die letzte Phase des EU-Projekts BrennerLEC (Lower Emission Corridor), mit dem seit 2016 die dynamische Geschwindigkeitsregelung entlang der Brenner-Route getestet wird. Ziel ist, den Verkehrsfluss und die Luftqualität an der Brennerautobahn (A22) zu verbessern.

Die Ergebnisse der vorangegangenen Projektphasen haben gezeigt, dass durch die dynamische Geschwindigkeitsregelung einerseits Kolonnenverkehr vermieden und damit die Reisezeit reduziert, andererseits aufgrund der geringeren Stickoxid- und CO2-Emissionen die Umweltbelastung wesentlich verringert werden kann.

BrennerLEC ist Teil des EU-LIFE-Programms für Umwelt und Klima und läuft noch bis September 2021. Projekt-Partner sind die Brennerautobahn AG, die koordinierende Funktion hat, die Südtiroler Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz, die Umweltagentur des Trentino, die Universität Trient, NOI TechPark Südtirol und Cisma GmbH. In der vorerst letzten Projektphase werden nun entlang der Versuchsstrecke zwischen den Mautstellen Neumarkt/Auer und San Michele/Mezzocorona wiederum Tests in beiden Fahrtrichtungen vorgenommen.

Bewusstes Verhalten für den Klimaschutz

Das Projekt BrennerLEC diene der Sensibilisierung für ein umweltverträgliches Verkehrsverhalten, unterstreicht der Landesrat für Umwelt Giuliano Vettorato: „Damit wollen wir die Autofahrer, die auf dem Autobahnabschnitt Bozen-Trient unterwegs sind, darauf aufmerksam machen, wie sehr sich ihr Verhalten auch auf die Qualität unserer Atemluft auswirkt.“

Die Sensibilisierungskampagne „Save the Air-Gemeinsam für eine bessere Luft“, die vor rund einem Jahr initiiert wurde, ziele ebenfalls darauf ab: „Die Bürger miteinzubeziehen und sie für den Schutz des Allgemeingutes Luft zu gewinnen, ist von großer Bedeutung. Denn gute Luft steht nicht unbegrenzt zur Verfügung“, sagt der Landesrat.

Empfohlene Geschwindigkeit: 100 Stundenkilometer

Auf die Geschwindigkeitsempfehlung von 100 Stundenkilometern werden die Autofahrer auf der Brennerautobahn mit dem Schild 100 km/h auf grünem Hintergrund aufmerksam gemacht. Dieser Hinweis wird an jenen Tagen und in jenen Stunden angezeigt, in denen die Drosselung der Geschwindigkeit die größten positiven Auswirkungen auf die Umwelt hat.

Es hat sich nämlich gezeigt, dass bei einer Fahrtgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern weniger Schadstoffe in die Luft gelangen, weniger Treibstoff verbraucht wird, weniger Staus entstehen, sich die Fahrtzeiten verkürzen können und die Sicherheit auf der Straße steigt.

lpa/stol

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