Diese hat das Land in einem neuen Leitfaden zusammengefasst – gestern wurde er vorgestellt.<BR /><BR />Ein E-Auto zu fahren, kann sich angesichts der derzeitigen Spritpreise durchaus lohnen. Dies rechnete Martin Vallazza, Direktor im Ressort für Infrastrukturen und Mobilität, eindrucksvoll vor. Laden E-Autobesitzer ihren Wagen zu Hause, zahlen sie zurzeit rund fünf Euro für 100 Kilometer Reichweite. <BR /><BR />Besitzer eines Dieselfahrzeugs legen mehr als das Doppelte hin: 13,50 Euro für 100 Kilometer. Nicht ohne Grund war ein Drittel der Fahrzeuge, die in Südtirol im vergangenen September neu zugelassen wurden, elektrisch. Im Vergleich zum September des Vorjahres bedeutet dies eine Steigerung von 75 Prozent. <BR /><BR />Was bei der gestrigen Vorstellung noch betont wurde: Über 70 Prozent aller Südtiroler wohnen in Mehrfamilienhäusern. Dort ist das Laden der E-Autos streng geregelt, wie Marco Lombardozzi, Präsident der Vereinigung der Kondominiums- und Immobilienverwalter (ANACI), betonte. <BR /><BR />„In Kondominien und zugehörigen Garagen dürfen E-Autos ausschließlich über sogenannte Wallboxen geladen werden“, so Lombardozzi. „Deren Installation muss beim Kondominiumsverwalter genehmigt und angemeldet werden.“ <BR /><BR />Das Aufladen über eine normale Haushaltssteckdose sollte tunlichst vermieden werden. Laut dem Kommandanten der Bozner Berufsfeuerwehr, Florian Alber, sei diese nicht für eine so hohe und andauernde Stromlast ausgelegt. Sie droht zu überhitzen und einen Brand auszulösen. Wenn die Berufsfeuerwehr zu einem Brand wegen eines Elektrofahrzeugs ausgerückt ist, war die Ursache bislang stets auf ein Problem bei der Ladung zurückzuführen. <BR /><BR />„In den meisten Fällen ist der Brand im Bereich der Steckdose ausgebrochen – bei Fahrzeugen, die ohne Wallbox geladen wurden“, sagte Alber. Ebenso wichtig: Das zweite Kabel, das bei E-Autos stets inbegriffen und für die herkömmliche Steckdose bestimmt ist, dient eigentlich nur als Notfallkabel. <BR /><BR />Alber appelliert daher an die fachgerechte Installation einer Heimladestation. Wie diese gelingt, ist zusammen mit vielen weiteren nützlichen Informationen in der neuen Broschüre zusammengefasst.Der Leitfaden des Landes ist unter https://bit.ly/3UKaiK5 abrufbar.<h3> Land macht bis zu 1.000 Euro locker</h3><Frage>Herr Alber, warum sah man gerade jetzt den Bedarf, einen solchen Leitfaden zu veröffentlichen?</Frage><BR />Alexander Alber*: Die E-Mobilität nimmt richtig Fahrt auf. Immer mehr Südtiroler setzen auf ein Elektrofahrzeug. Mit dem Leitfaden wollen wir ihnen Orientierung bieten, worauf sie beim Laden der Fahrzeuge achtgeben müssen. Grundsätzlich gilt: Wer sein E-Auto daheim lädt, sollte dies erst nach der Absprache mit einem Fachmann und der Installation einer Wallbox tun. <BR /><BR />. Über eine normale Haushaltssteckdose beläuft sich das Ergebnis in einer Nacht auf rund 75 Kilometer Reichweite, bei der Wallbox sind es 250. Außerdem ist der Ladeverlust bei der Wallbox geringer, weshalb das Aufladen des Fahrzeugs um einiges günstiger ist. <BR /><BR />Jänner. Wichtig zu erwähnen: Die Beiträge von Staat und Land sind nicht kumulierbar. Interessierte können also nur um einen davon ansuchen.<BR /><BR /><i>* Direktor des Amtes für Infrastrukturen und nachhaltige Mobilität<BR /></i>