Donnerstag, 02. Mai 2019

E-Bikes: Bösen Überraschungen vorbeugen

Eine böse Überraschung haben ein 16-Jähriger und seine Eltern nach einem Verkehrsunfall in Bozen erlebt. Das ursprünglich geglaubte Elektro-Fahrrad war in Wirklichkeit ein elektrisches Motorfahrzeug. Dieser Unterschied warf ein Dilemma mit rechtlichen Konsequenzen auf. Die Stadtpolizei warnt vor Fehlkäufen.

Was auf diesem Bild wie ein Fahrrad aussieht, zählt bereits zu Leichtmofas und bedarf eines Helms, eines Kennzeichens und eines Führerscheins. - Foto: Stadtpolizei
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Was auf diesem Bild wie ein Fahrrad aussieht, zählt bereits zu Leichtmofas und bedarf eines Helms, eines Kennzeichens und eines Führerscheins. - Foto: Stadtpolizei

Bei der Erhebung eines Verkehrsunfalls mit Blechschaden im Gewerbegebiet Bozen Süd, in dem ein 16-Jähriger und ein Pkw verwickelt waren, stellten die Beamten der Stadtpolizei fest, dass das ursprünglich geglaubte Fahrrad mit Tretunterstützung („Pedelec“) des Jugendlichen eigentlich ein elektrisches Motorfahrzeug ist.

Böse Überraschung mit saftigen Strafen

Durch diesen Umstand müssen die Erziehungsberechtigten neben einer Strafe für das falsche Fahrverhalten des Minderjährigen mit der Beschlagnahme des Elektrofahrrades und weiteren Strafen wegen des nicht vorhandenen Nummernschildes, der fehlenden Versicherung und Verletzung der Helmpflicht rechnen.

Denn: Pedelecs („Pedal Electric Cycle") sind Fahrräder mit Hilfsmotoren, die den Fahrer beim Treten nur unterstützen und es muss also weiter in die Pedale getreten werden. Fälschlicherweise werden sie umgangssprachlich aber oft E-Bikes genannt. Sie dürfen höchstens 250 Watt Leistung bringen und nicht schneller als 25 Stundenkilometer fahren.

E-Bikes zählen als Leichtmofas

Bei Elektrofahrrädern, den echten E-Bikes, hilft der Motor auch ohne Treten. Sie gelten bereits als Leichtmofas, denn sie fahren ohne Treten bis zu 20 Stundenkilometer. Wenn man diese „Elektroroller“ auf öffentlichen Straßen nutzen möchte, muss ein zertifizierter Helm getragen werden, ein Kennzeichen angebracht sein und der Lenker muss einen Führerschein (AM) besitzen.

Vereinfacht gesagt wertet der Gesetzgeber E-Bikes grundsätzlich wie Kraftfahrzeuge, Pedelecs wie Fahrräder.

Die Straßenpolizei empfiehlt, sich beim Kauf eines Pedelecs oder E-Bikes fachlich beraten zu lassen und die feinen Unterschiede zu berücksichtigen.

stol

stol