64 Infektionen und sechs Todesfälle wurden dem Gesundheitsministerium zufolge im Labor bestätigt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am Wochenende wegen des Ausbruchs einen internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Bei dem Patienten in Süd-Kivu handelt es sich um einen 28-Jährigen, der nach Angaben der Rebellen inzwischen gestorben und unter sicheren Bedingungen bestattet worden ist.<BR /><BR />Ein Sprecher der Behörden in Süd-Kivu sagte, ein weiterer Patient befinde sich in Isolation und warte auf ein Testergebnis. Bereits vergangene Woche war ein Fall in Goma, der Hauptstadt der benachbarten Provinz Nord-Kivu, bestätigt worden.<BR /><BR />Auch im Nachbarland Uganda wurden inzwischen zwei Infektionen nachgewiesen. Die Regierung in Kampala kündigte am Donnerstag an, als Vorsichtsmaßnahme innerhalb der nächsten 48 Stunden alle Flüge in den Kongo einzustellen.<BR /><BR />Experten gehen davon aus, dass das Virus in der nördlichen Provinz Ituri bereits rund zwei Monate unbemerkt zirkulierte, bevor es in der vergangenen Woche identifiziert wurde. In der Stadt Rwampara in Ituri griffen Demonstranten am Donnerstag eine Klinik an und setzten Zelte der medizinischen Hilfsorganisation Alima in Brand. Zuvor hatte die Familie eines Ebola-Opfers die Todesursache angezweifelt und die Herausgabe des Leichnams gefordert. Die Polizei setzte Warnschüsse und Tränengas ein.<BR /><BR />Helfer befürchten, dass bewaffnete Konflikte und das Misstrauen der Bevölkerung die Eindämmung der Seuche erschweren könnten. Bereits während des Ebola-Ausbruchs im Osten des Kongos zwischen 2018 und 2020, der mit fast 2.300 Toten der zweitschwerste in der Geschichte war, wurden Hunderte Gesundheitszentren angegriffen.<BR /><BR /><BR />Ebolafieber ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. In den Jahren 2014 und 2015 waren bei einer Ebola-Epidemie in Westafrika mehr als 11.000 Menschen gestorben.