Die Experten wollen damit Therapien auf der Grundlage einer Verabreichung von Blutplasma und bisher noch ungetesteter Seren ermöglichen. Solche Therapien seien „ab sofort“ in den betroffenen Ländern zulässig.Zugleich gab die WHO in Genf bekannt, dass die Sicherheit von zwei ersten Impfstoffen, die derzeit noch in der Erprobungsphase sind, im November feststehen sollen. Eines der beiden Seren sei Ende September in Mali getestet worden, teilte die WHO weiter mit.Seit Donnerstag diskutierten rund 200 Experten auf Einladung der WHO in Genf über eine Liste mit zwei Impfstoffen und acht Medikamenten zur Behandlung von Ebola, darunter das Medikament ZMapp. Keines dieser Pharmaprodukte ist bisher klinisch erprobt.Die Zahl der Ebola-Toten ist laut WHO allein in den drei am schwersten betroffenen Ländern auf 2.097 gestiegen. Aus Guinea, Liberia und Sierra Leone seien insgesamt 3.944 Fälle von wahrscheinlichen oder bestätigten Ebola-Infektionen gemeldet worden, teilte die WHO am Freitagabend in Genf mit. Hinzu kämen 23 Fälle mit 8 Toten in Nigeria, wo der Ausbruch bis dato besser unter Kontrolle ist.APA/AFP/dpa