Donnerstag, 23. April 2015

Eggental: Brandfall in Tunnels simuliert

Bei der rund 100 Meter langen Einhausung zwischen den beiden Tunnels Karneid und Kampeen auf der Eggentaler Staatsstraße wurde am Mittwoch der Brand eines Pkws simuliert, um die Lüftungssysteme der Tunnels zu testen.

Der Brand eines kleinen Pkws im Tunnel wird simuliert
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Der Brand eines kleinen Pkws im Tunnel wird simuliert - Foto: © LPA

 „Bis zwei Uhr am Morgen wurden drei Szenarien durchgeprobt. Sämtliche Tests haben gezeigt, dass die Lüftung einwandfrei funktioniert“, erklärt Helmut Verginer vom Straßendienst.

Die Berufsfeuerwehr Bozen, die Freiwilligen Feuerwehren Karneid und Gummer sowie mehrere Mitarbeiter der Landestraßendiensts und Experten von Lüftungsanlagen waren bei der Einhausung der Brücke Gföller auf der Eggentaler Staatsstraße mehrere Stunden lang im Probeeinsatz.

Mit einem neuen Verfahren, das erstmals in Italien angewandt wurde, haben sie einen Fünf-Megawatt-Brand, also den Brand eines kleinen Pkws, simuliert.

„Bisher wurden bei solchen Versuchen immer Brennstoffe wie Benzin oder Diesel verwendet, wir haben Ethanol und ein spezielles Rauchgaspulver verbrannt", erklärt Verginer, der die Tests geleitet hat.

Die verwendeten Brandstoffe seien rückstandslos verbrannt, während bei den herkömmlichen Brennstoffen die Tunnels immer stark verschmutzt waren, sagte Verginer.

Wie die sogenannten Heißrauchversuche zeigten, funktioniert das Lüftungssystem der beiden Tunnels gut. „Der Rauch tritt bei der Einhausung seitlich an den offenen Stellen aus und die Lüftungssysteme schaffen es, den jeweils nicht vom Brand betroffenen Tunnel rauchfrei zu halten", so Verginer.

stol